Gnaphosa bicolor: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
__NOTOC__
__NOTOC__
{{Infobox Spezies
{{Infobox Spezies
|trivialname=Zweifarbige Plattbauchspinne<ref>{{Lit rl araneae nrw 2010}}</ref>
|trivialname=Zweifarbige Plattbauchspinne <ref>{{Lit rl araneae nrw 2010}}</ref>
|autor=Hahn
|autor=Hahn
|jahr=1833
|jahr=1833
Zeile 33: Zeile 33:


Grundfarbe dunkel- bis schwarzbraun, Opisthosoma grau behaart. Die Art unterscheidet sich von den anderen mitteleuropäischen ''Gnaphosa''-Arten durch auffällig gelb gefärbte Femora.
Grundfarbe dunkel- bis schwarzbraun, Opisthosoma grau behaart. Die Art unterscheidet sich von den anderen mitteleuropäischen ''Gnaphosa''-Arten durch auffällig gelb gefärbte Femora.
Das Männchen kann anhand des bogenförmigen Embolus und den mit starken Borsten versehenen Femur des '''Pedipalpus''' erkannt werden.
Die '''Epigyne''' des Weibchens besitzt einen dreieckige Haube und anterior erweiterte Spermatheken. <ref name="Ovtsharenko et al">{{Lit Ovtsharenko et al. 1992 North asian Gnaphosa}}</ref>


==Lebensraum und Verbreitung==
==Lebensraum und Verbreitung==
Unter Steinen und im Laub sonniger, warmer Waldränder oder lichter Laubwälder, besonders im Kopfbereich von Trockenhängen und auf diesen. In Deutschland nicht häufig nachgewiesen <ref>{{AragesNachweise}}</ref>, an entsprechenden Stellen aber oft in hoher Individuendichte.
Unter Steinen und im Laub sonniger, warmer Waldränder oder lichter Laubwälder, besonders im Kopfbereich von Trockenhängen und auf diesen.  
 
In Deutschland nicht häufig nachgewiesen <ref>{{AragesNachweise}}</ref>, an entsprechenden Stellen aber oft in hoher Individuendichte.


''{{PAGENAME}}'' ist von Europa bis Georgien verbreitet <ref name="platnick">{{lit_platnick}}</ref>.
''{{PAGENAME}}'' ist von Europa bis Georgien verbreitet <ref name="platnick">{{lit_platnick}}</ref>.

Version vom 5. Dezember 2011, 18:27 Uhr

Gnaphosa bicolor (Hahn, 1833)
Zweifarbige Plattbauchspinne (Buchholz et al. 2010)
Bicolor Leutratal 04-2007 06.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Gnaphosa (Eigentliche Plattbauchspinnen)
Reifezeit (Bellmann 2001)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:027200
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten VU
[CZ] Tschechien VU
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandmh<?=V
[D] Berlines<?=1
[D] Brandenburg 3
[D] Baden-Württembergmh V
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] Mecklenburg-Vorp.s<(↓) 3
[D] Nordrhein-Westfalenss===*
[D] Sachsen 3
[D] Sachsen-Anhalt 3
[D] Thüringen 3
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?

Merkmale

Körperlänge der Weibchen 6 bis 10 mm, der Männchen 6 bis 8 mm (Nentwig et al. 2012)

Grundfarbe dunkel- bis schwarzbraun, Opisthosoma grau behaart. Die Art unterscheidet sich von den anderen mitteleuropäischen Gnaphosa-Arten durch auffällig gelb gefärbte Femora.

Das Männchen kann anhand des bogenförmigen Embolus und den mit starken Borsten versehenen Femur des Pedipalpus erkannt werden.

Die Epigyne des Weibchens besitzt einen dreieckige Haube und anterior erweiterte Spermatheken. (Ovtsharenko et al. 1992)

Lebensraum und Verbreitung

Unter Steinen und im Laub sonniger, warmer Waldränder oder lichter Laubwälder, besonders im Kopfbereich von Trockenhängen und auf diesen.

In Deutschland nicht häufig nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020), an entsprechenden Stellen aber oft in hoher Individuendichte.

Gnaphosa bicolor ist von Europa bis Georgien verbreitet (Platnick 2013).

Ähnliche Arten

Die meisten Gnaphosa-Arten besitzen im Vergleich zum restlichen Körper etwas hellere Femora, so dass vor allem bei jüngeren Exemplaren manchmal nicht leicht zu entscheiden ist, ob es sich um Gnaphosa bicolor oder eine der anderen wärme- und trockenheitsliebenden Arten handelt.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Quellen

Quellen der Nachweise