Leiobunum limbatum: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
(Artikel erweitert)
Zeile 18: Zeile 18:
|bild=Leiobunum limbatum M 7-5297.jpg
|bild=Leiobunum limbatum M 7-5297.jpg
|bildtext=Männchen
|bildtext=Männchen
|reife=<lifecycle female=7-12 male=7-12 />
|nachweise_reife= <ref name="wijnhoven">{{Lit wijnhoven 2009}}</ref>
|verbreitung=<europakarte listed='de+ch+at+cz+pl+se+si+it' nicht='be+nl+dk+no+fi+sk+hu+es+fr' width='400' />
|verbreitung=<europakarte listed='de+ch+at+cz+pl+se+si+it' nicht='be+nl+dk+no+fi+sk+hu+es+fr' width='400' />
|nachweise_verbreitung=<ref name="Blick_Komposch">{{lit checklist opilio}}</ref> <ref>{{lit checklist it}}</ref> <ref>{{Lit stol}}</ref> <ref>{{Lit checklist opil si}}</ref> <ref>{{Lit rl opilio st}}</ref> <ref>{{Lit checklist opil cz 2008}}</ref>
|nachweise_verbreitung=<ref name="Blick_Komposch">{{lit checklist opilio}}</ref> <ref>{{lit checklist it}}</ref> <ref>{{Lit stol}}</ref> <ref>{{Lit checklist opil si}}</ref> <ref>{{Lit rl opilio st}}</ref> <ref>{{Lit checklist opil cz 2008}}</ref>
Zeile 23: Zeile 25:


==Merkmale==
==Merkmale==
Auffallend langbeinige Art <ref name="martens" />. Männchen an der Oberseite rötlich gefärbt. Kleiner, dunkler Augenhügel. Weibchen an der Oberseite rot, grau und schwarz gefleckt <ref name="bellmann">{{Lit bellmann}}</ref>.


Weibchen werden 5,3 - 7,4 mm groß, Männchen 3,9 - 4,6 mm <ref name="martens">{{lit_martens}}</ref>.
''{{PAGENAME}}'' ist ein recht großer, sehr langbeiniger Weberknecht.


Reife Tiere findet man von Juli bis Ende Dezember.<ref name="wijnhoven 2009">{{Lit wijnhoven 2009}}</ref> Eier und subadulte Tiere überwintern.<ref>{{Lit sauer_wunderlich1997}}</ref>
'''Größe''': Weibchen werden 5,3 - 7,4 mm groß, Männchen 3,9 - 4,6 mm.<ref name="martens">{{lit_martens}}</ref>


== Lebensraum und Verbreitung ==
'''Laufbeine''': Schwärzlich, nur Femur und Tibia mit weißlichem Ringfleck. Glieder rund. Nur der Femur ist mit kleinen Dornen besetzt, sonst sind die Beine unbewehrt. Das Laufbein II. des Männchens erreicht ca. 92 mm Länge.<ref name="martens"/>
In Wäldern, oft an Felsen und in Höhlen. Manchmal auch an Gebäuden. In Deutschland öfter im Süden, seltener im Norden.<ref name="bellmann"/>


== Weitere Bilder ==
'''Aussehen''': Männchen auffallend ziegelrot mit dunklem Rand an den thorakalen Tergiten. Unauffälliger dunklerer Sattel.
 
Weibchen rotbraun mit dunklen Flecken, grauen Querstreifen und undeutlicher Sattelzeichnung. Vor dem Augenhügel hell mit dunklen Flecken.
 
Augenhügel klein, hoch und unbewehrt. Augen dunkel umrandet.<ref name="martens"/>
 
==Lebensraum==
''{{PAGENAME}}'' lebt sowohl in feuchten als auch in recht trockenen Wäldern, die Felswände oder feste Erdhänge aufweisen, an Bächen und Flüssen sowie an Mauern und Gebäuden. Im Gebirge steigt die Art bis in eine Höhe von bis zu 2000 m auf.<ref name="martens"/>
 
==Lebensweise==
Am Tag ruht ''{{PAGENAME}}'' in Höhlungen, Nischen und auf Wänden, wo sich Gruppen von bis zu 50 Exemplaren zusammenfinden können. Werden die Tiere gestört, beginnen sie, auf und ab zu wippen und auseinander zu laufen.<ref name="martens"/> &rarr;  vergleiche dazu auch ''[[Leiobunum rotundum|Leiobunum rotundum]]'' und ''[[Leiobunum sp. A|Leiobunum sp. A]]''
 
==Reifezeit==
Adulte Tiere von Juli bis Ende Dezember. <ref name="wijnhoven"/>
 
In den Alpen überschneiden sich zwei Entwicklungszyklen:
 
1. Reife Tiere Juli bis Dezember, Eier überwintern, Juvenile ca. März bis Juli.
 
2. Reife Tiere März bis November, Juvenile August bis April (überwintern).<ref name="martens"/>
 
==Verbreitung ==
In Mitteleuropa, Italien und Schweden.
 
== Bilder ==
<gallery caption="Weibchen" perrow=3>
<gallery caption="Weibchen" perrow=3>
Bild:Leiobunum limbatum W 7-8537.jpg
Bild:Leiobunum limbatum W 7-8537.jpg

Version vom 19. September 2010, 14:13 Uhr

Leiobunum limbatum L. Koch, 1861
Ziegelrückenkanker
Leiobunum limbatum M 7-5297.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Sclerosomatidae
Gattung: Leiobunum
Reifezeit (Wijnhoven 2009)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa (Blick & Komposch 2004) (Stoch 2003) (Stol 2007) (Novak et al. 2006) (Komposch et al. 2004) (Bezděčka P 2008)
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[D] Deutschlandmh===*
[D] Berlin *

Merkmale

Leiobunum limbatum ist ein recht großer, sehr langbeiniger Weberknecht.

Größe: Weibchen werden 5,3 - 7,4 mm groß, Männchen 3,9 - 4,6 mm. (Martens 1978)

Laufbeine: Schwärzlich, nur Femur und Tibia mit weißlichem Ringfleck. Glieder rund. Nur der Femur ist mit kleinen Dornen besetzt, sonst sind die Beine unbewehrt. Das Laufbein II. des Männchens erreicht ca. 92 mm Länge. (Martens 1978)

Aussehen: Männchen auffallend ziegelrot mit dunklem Rand an den thorakalen Tergiten. Unauffälliger dunklerer Sattel.

Weibchen rotbraun mit dunklen Flecken, grauen Querstreifen und undeutlicher Sattelzeichnung. Vor dem Augenhügel hell mit dunklen Flecken.

Augenhügel klein, hoch und unbewehrt. Augen dunkel umrandet. (Martens 1978)

Lebensraum

Leiobunum limbatum lebt sowohl in feuchten als auch in recht trockenen Wäldern, die Felswände oder feste Erdhänge aufweisen, an Bächen und Flüssen sowie an Mauern und Gebäuden. Im Gebirge steigt die Art bis in eine Höhe von bis zu 2000 m auf. (Martens 1978)

Lebensweise

Am Tag ruht Leiobunum limbatum in Höhlungen, Nischen und auf Wänden, wo sich Gruppen von bis zu 50 Exemplaren zusammenfinden können. Werden die Tiere gestört, beginnen sie, auf und ab zu wippen und auseinander zu laufen. (Martens 1978) → vergleiche dazu auch Leiobunum rotundum und Leiobunum sp. A

Reifezeit

Adulte Tiere von Juli bis Ende Dezember. (Wijnhoven 2009)

In den Alpen überschneiden sich zwei Entwicklungszyklen:

1. Reife Tiere Juli bis Dezember, Eier überwintern, Juvenile ca. März bis Juli.

2. Reife Tiere März bis November, Juvenile August bis April (überwintern). (Martens 1978)

Verbreitung

In Mitteleuropa, Italien und Schweden.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen