Cyclosa oculata: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Opisthosoma''' hat hinten drei Höcker, im vorderen Bereich zwei. '''Sternum''' manchmal hell gefleckt. | |||
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Der Verlauf des Scapus der '''Epigyne''' ist typisch. Erst verläuft dieser in Richtung Sternum, dann biegt er sich nach hinten Richtung Spinnwarzen. Der '''Pedipalpus''' des Männchens trägt an der Medianapophyse distal zwei deutliche Zacken, die distale Apophyse ist rechtwinklig gebogen und hat eine lange Spitze <ref name="Heimer Nentwig"/> | |||
==Ähnliche Arten== | ==Ähnliche Arten== | ||
Kann im Mittelmeerraum mit ''[[Cyclosa insulana]]'' verwechselt werden, die ähnliche Fortsätze am Opisthosoma besitzt, jedoch keine Höcker im vorderen Bereich. Auch hat diese meist eine silbrige Zeichnung auf dem Hinterleib. Kann ebenfalls genital unterschieden werden. | Kann im Mittelmeerraum mit ''[[Cyclosa insulana]]'' verwechselt werden, die ähnliche Fortsätze am Opisthosoma besitzt, jedoch keine Höcker im vorderen Bereich. Auch hat diese meist eine silbrige Zeichnung auf dem Hinterleib. Kann ebenfalls genital unterschieden werden. | ||
==Lebensraum== | ==Lebensraum== | ||
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==Verbreitung== | ==Verbreitung== | ||
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==Lebensweise== | ==Lebensweise== | ||
Baut ein bodennahes Radnetz mit einem vertikalen Stabiliment. Dieses ist in der Regel durchgehend mit sogenanntem Detritus (Beutereste, Pflanzenstücke, alte Häutungen) verziert. Nur die Nabe bleibt frei, wo die Spinne gut getarnt zu finden ist. Bei ''[[Cyclosa conica]]'', der zweiten mitteleuropäischen Art aus der Gattung, ist das Stabiliment meist nur teilweise oder gar nicht verziert. | Baut ein bodennahes Radnetz mit einem vertikalen Stabiliment. Dieses ist in der Regel durchgehend mit sogenanntem Detritus (Beutereste, Pflanzenstücke, alte Häutungen) verziert. Nur die Nabe bleibt frei, wo die Spinne gut getarnt zu finden ist. Bei ''[[Cyclosa conica]]'', der zweiten mitteleuropäischen Art aus der Gattung, ist das Stabiliment meist nur teilweise oder gar nicht verziert. Das vertikale Stabiliment wird bei einer Netzerneuerung in der Regel nicht abgebaut, sondern über längere Zeit verwendet. Im Labor konnte zudem beobachtet werden, dass ''{{PAGENAME}}'' in bestimmten Situationen (z.B. bevorstehende Häutungen, schlechte Wetterlagen) ihr Fangnetz nicht abbaut, wie andere heimische Radnetzspinnen, sondern ein rudimentäres Radnetz baut und weiterhin auf der Nabe verharrt. <ref name="">{{Literatur | ||
Das vertikale Stabiliment wird bei einer Netzerneuerung in der Regel nicht abgebaut, sondern über längere Zeit verwendet. Im Labor konnte zudem beobachtet werden, dass ''{{PAGENAME}}'' in bestimmten Situationen (z.B. bevorstehende Häutungen, schlechte Wetterlagen) ihr Fangnetz nicht abbaut, wie andere heimische Radnetzspinnen, sondern ein rudimentäres Radnetz baut und weiterhin auf der Nabe verharrt. <ref name="">{{Literatur | |||
|titel=Erste Nachweise sovie Kenntnisse zur Biologie von ''Cyclosa oculata'' (Araneae: Araneidae) in der Schweiz | |titel=Erste Nachweise sovie Kenntnisse zur Biologie von ''Cyclosa oculata'' (Araneae: Araneidae) in der Schweiz | ||
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Die ockerfarbigen Eier werden in einen Kokon in den oberen Bereich des Stabiliments eingebunden. Die pergamentartigen Kokons sind etwa 5 mm lang und 2,5 mm breit. Die Eier selbst werden im Kokon durch braune, watteartige Seide geschützt. <ref name="Wiehle"/> | |||
==Bilder== | ==Bilder== | ||
Version vom 23. April 2015, 12:42 Uhr
| Cyclosa oculata (Walckenaer, 1802) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Dreispitz-Konusspinne | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weibchen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Araneidae (Radnetzspinnen) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Cyclosa (Kreisspinnen) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reifezeit (Nentwig et al. 2012) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verbreitung in Europa[Quellen] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:015670 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gefährdung nach Roter Liste | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Synonyme und weitere Kombinationen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Merkmale
Körperlänge: Weibchen um 5,5 mm, Männchen um 4 mm (Heimer & Nentwig 1991).
Das Opisthosoma hat hinten drei Höcker, im vorderen Bereich zwei. Sternum manchmal hell gefleckt.
Der Verlauf des Scapus der Epigyne ist typisch. Erst verläuft dieser in Richtung Sternum, dann biegt er sich nach hinten Richtung Spinnwarzen. Der Pedipalpus des Männchens trägt an der Medianapophyse distal zwei deutliche Zacken, die distale Apophyse ist rechtwinklig gebogen und hat eine lange Spitze (Heimer & Nentwig 1991)
Ähnliche Arten
Kann im Mittelmeerraum mit Cyclosa insulana verwechselt werden, die ähnliche Fortsätze am Opisthosoma besitzt, jedoch keine Höcker im vorderen Bereich. Auch hat diese meist eine silbrige Zeichnung auf dem Hinterleib. Kann ebenfalls genital unterschieden werden.
Lebensraum
Wenig bewachsenes, ungenutztes (weder gemähtes noch beweidetes) und sonniges Ödland, gerne mit sandigem Untergrund. Auch in unbewaldeten Sümpfen. (Dahl 1931).
Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) und thermophil (Platen & von Broen 2005). Bei dieser Einteilung muss jedoch obiger Habitatanspruch mitbeachtet werden.
Verbreitung
Paläarktisch. (World Spider Catalog 2020)
Lebensweise
Baut ein bodennahes Radnetz mit einem vertikalen Stabiliment. Dieses ist in der Regel durchgehend mit sogenanntem Detritus (Beutereste, Pflanzenstücke, alte Häutungen) verziert. Nur die Nabe bleibt frei, wo die Spinne gut getarnt zu finden ist. Bei Cyclosa conica, der zweiten mitteleuropäischen Art aus der Gattung, ist das Stabiliment meist nur teilweise oder gar nicht verziert. Das vertikale Stabiliment wird bei einer Netzerneuerung in der Regel nicht abgebaut, sondern über längere Zeit verwendet. Im Labor konnte zudem beobachtet werden, dass Cyclosa oculata in bestimmten Situationen (z.B. bevorstehende Häutungen, schlechte Wetterlagen) ihr Fangnetz nicht abbaut, wie andere heimische Radnetzspinnen, sondern ein rudimentäres Radnetz baut und weiterhin auf der Nabe verharrt. (Zschokke S. & A. Bolzern 2007)
Die ockerfarbigen Eier werden in einen Kokon in den oberen Bereich des Stabiliments eingebunden. Die pergamentartigen Kokons sind etwa 5 mm lang und 2,5 mm breit. Die Eier selbst werden im Kokon durch braune, watteartige Seide geschützt. (Dahl 1931)
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Tutelaers P (2026): Benelux spider distribution maps.
- Staudt A. [Koord.] (2008): Europäische Verbreitung. AraGes e. V.
Weitere Links
Quellen
- Dahl M (1931): Die Tierwelt Deutschands und der angrenzenden Meeresteile, 23. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea VI: Agelenidae. Gustav Fischer Verlag, Jena, S. 1–46.
- Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- Platen R & von Broen B (2005): Gesamtartenliste und Rote Liste der Webspinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) des Landes Berlin. Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin., 79 S.
- World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch, doi:10.24436/2.
- Zschokke S. & A. Bolzern (2007): Erste Nachweise sovie Kenntnisse zur Biologie von Cyclosa oculata (Araneae: Araneidae) in der Schweiz. Arachn. Mitt. 33, 11-17.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.