Robertus lividus: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Körperlänge:''' Weibchen und Männchen erreichen 2,5 bis 4 mm <ref name="British Spiders II">{{Lit Locket & Millidge British spiders II 1953}}</ref>.
'''Körperlänge:''' Weibchen und Männchen erreichen 2,5 bis 4 mm <ref name="British Spiders II">{{Lit Locket & Millidge British spiders II 1953}}</ref>.


'''Prosoma''' dorsal braun und glänzend. Vordere Mittelaugen weniger als einen Augendurchmesser voneinander separiert, von den Lateralaugen einen Augendurchmesser entfernt. Hintere Mittelaugen das 1,25 bis 1,5-fache eines Augendurchmessers voneinander entfernt. Vordere Mittelaugen von den hinteren Mittelaugen durch ungefähr einen Augendurchmesser voneinander getrennt. Sternum braun, nach hinten zugespitzt. '''Opisthosoma''' grau bis schwarz mit vier eingesenkten rötlichen Punkten. '''Beine''' orange bis braun und mit etlichen langen steifen Haaren besetzt, Tarsi in der Regel dunkler. Auf jeder Tibia ein feiner dorsaler Stachel ausgeprägt.  Der Metatarsus des ersten und vierten Beinpaares ist ungefähr 1,5 mal so lang wie der Tarsus. <ref name="British Spiders II"/>
'''Prosoma''' dorsal braun und glänzend. Vordere Mittelaugen weniger als einen Augendurchmesser voneinander separiert, von den Lateralaugen einen Augendurchmesser entfernt. Hintere Mittelaugen das 1,25 bis 1,5-fache eines Augendurchmessers voneinander entfernt. Vordere Mittelaugen von den hinteren Mittelaugen durch ungefähr einen Augendurchmesser voneinander getrennt. Sternum braun, nach hinten zugespitzt. '''Opisthosoma''' grau bis schwarz mit vier leicht eingesenkten rötlichen Punkten. '''Beine''' orange bis braun und mit etlichen langen steifen Haaren besetzt, Tarsi in der Regel dunkler. Auf jeder Tibia ein feiner dorsaler Stachel ausgeprägt.  Der Metatarsus des ersten und vierten Beinpaares ist ungefähr 1,5 mal so lang wie der Tarsus. <ref name="British Spiders II"/>


'''Epigyne''' mit sehr großer und trapezförmiger Grube, welche bis zur Epigastralfurche reicht <ref name="Heimer Nentwig">{{Lit Heimer Nentwig 1991}}</ref>.
'''Epigyne''' mit sehr großer und trapezförmiger Grube, welche bis zur Epigastralfurche reicht <ref name="Heimer Nentwig">{{Lit Heimer Nentwig 1991}}</ref>.

Version vom 11. Januar 2013, 16:16 Uhr

Robertus lividus (Blackwall, 1836)
Gewöhnliche Mooskugelspinne
Lividus Paulinzella 08-07 04.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Robertus (Mooskugelspinnen)
Reifezeit (Roberts 1996)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:007977
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Ctenium lividum
  • Erigone lividus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen erreichen 2,5 bis 4 mm (Locket & Millidge 1953).

Prosoma dorsal braun und glänzend. Vordere Mittelaugen weniger als einen Augendurchmesser voneinander separiert, von den Lateralaugen einen Augendurchmesser entfernt. Hintere Mittelaugen das 1,25 bis 1,5-fache eines Augendurchmessers voneinander entfernt. Vordere Mittelaugen von den hinteren Mittelaugen durch ungefähr einen Augendurchmesser voneinander getrennt. Sternum braun, nach hinten zugespitzt. Opisthosoma grau bis schwarz mit vier leicht eingesenkten rötlichen Punkten. Beine orange bis braun und mit etlichen langen steifen Haaren besetzt, Tarsi in der Regel dunkler. Auf jeder Tibia ein feiner dorsaler Stachel ausgeprägt. Der Metatarsus des ersten und vierten Beinpaares ist ungefähr 1,5 mal so lang wie der Tarsus. (Locket & Millidge 1953)

Epigyne mit sehr großer und trapezförmiger Grube, welche bis zur Epigastralfurche reicht (Heimer & Nentwig 1991).

Pedipalpus mit Bulbusapophyse, welche in zwei zipfelartige Enden ausläuft. Diese sind gleichgroß (Heimer & Nentwig 1991).

Ähnliche Arten

Nachweise aus dem Süden Europas sind eventuell Verwechslungen der sehr ähnlichen Robertus mediterraneus (Le Peru 2011).

Ebenfalls ähnlich ist R. arundineti. Diese kann über die Genitalien, die Augenstellung und über das Verhältnis des Metatarsus zum Tarsus des ersten und vierten Beinpaares unterschieden werden (siehe jeweilige Artartikel). (Locket & Millidge 1953)

Lebensraum

In Wäldern, dort im Moos und im Falllaub (Heimer & Nentwig 1991). Auch oft in Höhlen, Sümpfen und an Flussbänken, daneben in weiteren Lebensräumen gefunden, z.B. Heide, Wiesen, Getreidefelder, Hecken und auch Uferzonen von Salzsümpfen. Steigt in den Pyrenäen in Frankreich bis auf 3000 m. (Le Peru 2011)

Kommt im Gebirge bis an die Waldgrenze vor (Sauer & Wunderlich 1997).

Verbreitung

Holarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2020).

In Deutschland überall sehr häufig nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensweise

Webt ein bodennahes Fangnetz, dessen unterer Bereich mit Klebetröpfchen versehen ist. Der Eikokon enthält 10-15 blassgelbe Eier. (Le Peru 2011)

Weitere Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Locket GH & Millidge AF (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Sauer F & Wunderlich J (1997): Die schönsten Spinnen Europas nach Farbfotos erkannt. Fauna-Verlag. 5. Auflage. ISBN 3-923010-03-6, 296 S.
  • World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise