Leiobunum limbatum: Unterschied zwischen den Versionen
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== Bilder == | |||
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Bild:Leiobunum limbatum W 7-8537.jpg | Bild:Leiobunum limbatum W 7-8537.jpg | ||
Version vom 19. September 2010, 14:13 Uhr
| Leiobunum limbatum L. Koch, 1861 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Ziegelrückenkanker | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Männchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Opiliones (Weberknechte) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Sclerosomatidae | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Leiobunum | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reifezeit (Wijnhoven 2009) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verbreitung in Europa (Blick & Komposch 2004) (Stoch 2003) (Stol 2007) (Novak et al. 2006) (Komposch et al. 2004) (Bezděčka P 2008) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Gefährdung nach Roter Liste | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Merkmale
Leiobunum limbatum ist ein recht großer, sehr langbeiniger Weberknecht.
Größe: Weibchen werden 5,3 - 7,4 mm groß, Männchen 3,9 - 4,6 mm. (Martens 1978)
Laufbeine: Schwärzlich, nur Femur und Tibia mit weißlichem Ringfleck. Glieder rund. Nur der Femur ist mit kleinen Dornen besetzt, sonst sind die Beine unbewehrt. Das Laufbein II. des Männchens erreicht ca. 92 mm Länge. (Martens 1978)
Aussehen: Männchen auffallend ziegelrot mit dunklem Rand an den thorakalen Tergiten. Unauffälliger dunklerer Sattel.
Weibchen rotbraun mit dunklen Flecken, grauen Querstreifen und undeutlicher Sattelzeichnung. Vor dem Augenhügel hell mit dunklen Flecken.
Augenhügel klein, hoch und unbewehrt. Augen dunkel umrandet. (Martens 1978)
Lebensraum
Leiobunum limbatum lebt sowohl in feuchten als auch in recht trockenen Wäldern, die Felswände oder feste Erdhänge aufweisen, an Bächen und Flüssen sowie an Mauern und Gebäuden. Im Gebirge steigt die Art bis in eine Höhe von bis zu 2000 m auf. (Martens 1978)
Lebensweise
Am Tag ruht Leiobunum limbatum in Höhlungen, Nischen und auf Wänden, wo sich Gruppen von bis zu 50 Exemplaren zusammenfinden können. Werden die Tiere gestört, beginnen sie, auf und ab zu wippen und auseinander zu laufen. (Martens 1978) → vergleiche dazu auch Leiobunum rotundum und Leiobunum sp. A
Reifezeit
Adulte Tiere von Juli bis Ende Dezember. (Wijnhoven 2009)
In den Alpen überschneiden sich zwei Entwicklungszyklen:
1. Reife Tiere Juli bis Dezember, Eier überwintern, Juvenile ca. März bis Juli.
2. Reife Tiere März bis November, Juvenile August bis April (überwintern). (Martens 1978)
Verbreitung
In Mitteleuropa, Italien und Schweden.
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Lemke M (2014): Nachweiskarte Schleswig-Holstein einschließlich Hamburg (Projekt 2017 beendet und Domain gelöscht).
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Tutelaers P (2026): Benelux spider distribution maps.
- Staudt A. [Koord.] (2008): Europäische Verbreitung. AraGes e. V.
Weitere Links
Quellen
- Bezděčka P (2008): Checklist of harvestmen (Opiliones) of the Czech Republic. Klapalekiana 44, S. 109–120, ISSN 1210-6100.
- Blick T & Komposch C (2004): Checkliste der Weberknechte Mittel- und Nordeuropas, Checklist of the harvestmen of Central and Northern Europe (Arachnida: Opiliones) Version 27. Dezember 2004.
- Komposch C, Bliss P & Sacher P (2004): Rote Liste der Weberknechte (Arachnida: Opiliones) des Landes Sachsen-Anhalt. Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt 39, S. 183–189.
- Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
- Novak T, Delakorda SL & Novak LS (2006): A review of harvestmen (Arachnida: Opiliones) in Slovenia. Zootaxa 1325, S. 267–276, ISSN 1175-5334.
- Stoch F (2003): Checklist of the species of the Italian fauna. Italian Ministry of Environment.
- Stol I (2007): Checklist of Nordic Opiliones. Norw. J. Entomol. 54, S. 23–26.
- Wijnhoven H (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S., ISSN 1875-760X.