EUNIS-Klassifikation: Unterschied zwischen den Versionen

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I1.1 Intensive bewirtschaftete Monokukltueren-Agrarland NSG Hakendorfer Wälder Schleswig-Holstein.jpg|'''I1.1''': Intensiv bewirtschaftete Monokuklturen
I1.1 Intensive bewirtschaftete Monokukltueren-Agrarland NSG Hakendorfer Wälder Schleswig-Holstein.jpg|'''I1.1''': Intensiv bewirtschaftete Monokuklturen
Foto fehlt noch.jpg|'''I2.11''' Parks (Blumenbeete, Lauben, Gebüsche)
Foto fehlt noch.jpg|'''I2.12''' Botanische Gärden
Foto fehlt noch.jpg|'''I1.2''' Gartenbau- und Mischkulturen
Foto fehlt noch.jpg|'''I1.3''' Extensiv bewirtschaftete Monokulturen
Foto fehlt noch.jpg|'''I1.4''' Nassfeldanbau
Foto fehlt noch.jpg|'''I1.5''' Ackerbrachen
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====I2: Kultivierte Teile von Parks und Gärten====
====I2: Kultivierte Teile von Parks und Gärten====
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Foto fehlt noch.jpg|'''I2.1''' Großflächige Ziergärten
Foto fehlt noch.jpg|'''I2.2''' Kleinflächige Zier- und Hausgärten
Foto fehlt noch.jpg|'''I2.21''' Ziergartenflächen
Foto fehlt noch.jpg|'''I2.22''' Selbstversorger-Gartenflächen
I2.23 Stadtparks-Luebeck.jpg|'''I2.23''': Stadtparks
I2.23 Stadtparks-Luebeck.jpg|'''I2.23''': Stadtparks
Foto fehlt noch.jpg|I'''2.3''' Kürzlich aufgelassene Gartenflächen
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Version vom 2. Dezember 2018, 12:43 Uhr

Einleitung

Im Atlas der Spinnentiere der Arachnologischen Gesellschaft werden Biotope nach der EUNIS-Klassifikation typisiert. Die Qualität der darauf basierend gesammelten Daten steht und fällt mit der Präzision der Klassifikation nach EUNIS. Um dafür Hilfestellung zu bieten, sollen in unserem Wiki hier häufige Lebensraumtypen dargestellt werden.

Typisierte Lebensräume (Biotoptypen)

A: Marine Lebensräume

Die maritimen Lebensräume sind direkt mit den Ozeanen verbunden, d.h. Teil des durchgehenden Wasserkörpers, der den größeren Teil der Erdoberfläche bedeckt und dessen Landmassen umgibt. Meeresgewässer können vollständig salzhaltig, brackig oder fast frisch sein.

Für Spinnentiere interessant sind hier Lebensräume, welche zeitweilig überschwemmt werden können: Die maritimen Lebensräume umfassen die unterhalb der Hochwassergrenze (oder unterhalb des mittleren Wasserspiegels in Nicht-Gezeitenwässern) und eingeschlossene Küsten-Kochsalzlösung oder Brackwasser, ohne permanente Oberflächenverbindung zum Meer.

A2: Sedimente der Uferregion (Littoral sediment)

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B: Küstenlebensräume

Küstenlebensräume sind durch ihre Nähe zum Meer gekennzeichnet. Einschließlich Küstendünen und bewaldeten Küstendünen, Strände und Klippen, sowie Spülsaum-Lebensräumen neben marinen Lebensräumen, die in der Regel nur von Spritzwasser betroffen sind, Strandverläufe, die durch terrestrische Wirbellose und feuchte und nasse Küstendünen und Dünengewässer gekennzeichnet sind. Ebenso Lebensräume neben dem Meer, die nicht durch Salzsprühnebel, Wellen- oder Meereseis-Erosion gekennzeichnet sind.

B1: Küstendünen und Sandstrände

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B2: Kies- und Geröllstrände

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C: Binnengewässer

Binnengewässer sind nicht-küstennahe, oberirdische, offene, frische oder brackige Gewässer (z. B. Flüsse, Bäche, Seen und Schwimmbäder, Quellen), einschließlich ihrer Uferbereiche. Ebenso Binnenwasser-, Brack- oder Kochsalzwasserkörper (wie Kanäle, Teiche usw.), die eine halb-natürliche Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren unterstützen; Saisonale Gewässer, die für einen Teil des Jahres austrocknen können (temporäre oder intermittierende Flüsse und Seen und ihre Uferbereiche). Zu Süßgewässern gehören die Teile von Bänken oder Ufern, die ausreichend häufig überschwemmt werden, um die Bildung von geschlossener terrestrischer Vegetation zu verhindern. Dauerhaft mit Schnee oder Eis bedeckte Flächen gehören nicht dazu.

C3: Verlandungszonen von Binnengewässern

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D: Sümpfe und Moore

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E: Grünland

E1: Trocken- und Halbtrockenrasen

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E2: Mesophiles Günland

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Mesophil bedeutet gemäßigte (nicht extreme) Klimabereiche in Temperatur und Luftfeuchte.

E3: Feucht- und Nassgrünland

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E4: Alpines und subalpines Grünland

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E5: Saum- und Staudenfluren

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F: Heiden und Gebüschformationen

F2: Arktisches, alpines und subalpines Gebüsch

F3: Gemäßigtes und mediterran-montanes Gebüsch

F4: Gemäßigte Strauchheiden

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F5: Macchie, baumbestandenes Mattoral und thermo-terranes Buschland

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F6: Garrigue

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F7: Dornige mediterrane Heide

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F8: Thermo-atlantisches Trockengebüsch

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F9: Gebüsche an Flussufern und Mooren

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FA: Hecken und Knicks

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FB: Strauchplantagen

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G: Wälder

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G1: Sommergrüner Laubwald

G2: Immergrüner Laubwald

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G3: Nadelwald

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G4: Mischwald

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G5: Kleine, gepflanzte Baumbestände

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H: Vegetationsarme/-freie Lebensräume

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Binnenlebensräume mit weniger als 30% Pflanzenbedeckung (außerhalb von Gesteinsspalten), die trocken oder nur zeitweise feucht sind. Unterirdische nicht-marine Höhlen, einschließlich unterirdischer Gewässer und aufgelassene Minen. Lebensräume, die durch permanent anwesenden Schnee oder Oberflächeneis geprägt sind, ausgenommen Meereis.

H1: Subterrane Lebensräume

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H2: Block- und Schutthalden

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H3: Felsen oder Felswände, einschließlich Findlinge

H4: Schneefelder und Gletscher

H5: Kleinräumige vegetationsarme Binnenlebensräume

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H6: Habitate rezent vulkanischen Ursprungs

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I: Kulturland

I1: Acker- und Gartenbauland

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I2: Kultivierte Teile von Parks und Gärten

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J: Bauwerke, Verkehrsanlagen und andere artifizielle Lebensräume

J1: Gebäude in Städten und Dörfern

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J2: Locker bebaute Siedlungsbereiche

J3: Tagebau, Minen, Steinbrüche

J4: Verkehrsanlagen und andere versiegelte Flächen

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J5: Hochgradig künstliche Gewässer

J6: Deponien

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