Klopfschirm: Unterschied zwischen den Versionen
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Es gibt unterschiedliche Bauarten von Klopfschirmen. Im simpelsten Fall benutzt man einfach einen hellfarbenen umgedrehten Regenschirm. Im Biologiefachhandel kann man speziellere Bauformen erwerben. | Es gibt unterschiedliche Bauarten von Klopfschirmen. Im simpelsten Fall benutzt man einfach einen hellfarbenen umgedrehten Regenschirm. Im Biologiefachhandel kann man speziellere Bauformen erwerben. | ||
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Das Arbeiten mit dem {{PAGENAME}} macht sich den Umstand zu Nutze, dass Arthropoden, zu denen auch die Spinnen zählen, sich bei Störung fallen lassen. Das heißt, man schlägt z. B. mit einem Knüppel in geeigneter Intensität auf Zweige eines Baumes oder Gebüschs und hält gleichzeitig den Klopfschirm unter den betreffenden Zweig. Die Tiere fallen dort hinein und | |||
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Bild:Klopfschirm (1).jpg|Der Klopfschirm ist sehr kompakt, wenn er zusammengelegt ist | |||
Bild:Klopfschirm (3).jpg|Expandiert hat er aber eine gute Größe. Innen liegt ein Griff (rot markiert), mittels dessen man den Schirm hält | |||
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Das Arbeiten mit dem {{PAGENAME}} macht sich den Umstand zu Nutze, dass Arthropoden, zu denen auch die Spinnen zählen, sich bei Störung fallen lassen. Das heißt, man schlägt z. B. mit einem Knüppel in geeigneter Intensität auf Zweige eines Baumes oder Gebüschs und hält gleichzeitig den Klopfschirm unter den betreffenden Zweig. Die Tiere fallen dort hinein und müssen dort abgesammelt werden. | |||
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Einige Tierarten laufen sehr schnell vom Klopfschirm herunter, aber meist gehört es zur Strategie nach dem Fallenlassen, unbewegt liegen zu bleiben. Einige Arten bleiben lange unbeweglich liegen (z. B. solche der Gattung ''[[Ero]]''), andere fangen sehr rasch an, schnell zu laufen (z.B. Arten der Gattungen ''[[Anyphaena]]'', ''[[Clubiona]]'', ''[[Philodromus]]'' und | Einige Tierarten laufen sehr schnell vom Klopfschirm herunter, aber meist gehört es zur Strategie nach dem Fallenlassen, unbewegt liegen zu bleiben. Einige Arten bleiben lange unbeweglich liegen (z. B. solche der Gattung ''[[Ero]]''), andere fangen sehr rasch an, schnell zu laufen (z.B. Arten der Gattungen ''[[Anyphaena]]'', ''[[Clubiona]]'', ''[[Philodromus]]'' und Tiere der Ordnung ''[[Opiliones]]''). Es erfordert daher etwas Erfahrung, das richtige Timing zwischen Klopfen und Sammeln zu finden. | ||
== Sammelergebnis == | == Sammelergebnis == | ||
Mit einem '''{{PAGENAME}}''' werden Spinnen | Mit einem '''{{PAGENAME}}''' werden Spinnen erfasst, die sich auf erreichbaren Zweigen aufhalten. Zur Erfassung von Arten höherer Straten oder gar der bislang wenig untersuchten Kronenregionen der Bäume, braucht man einen Kran oder ähnliches. In dem Falle können auch höhere Straten mit dem Klopfschirm beprobt werden. Im Regelfall beschränkt ich der Fangradius unter Verwendung des Klopfschirms auf Zweige die man erreichen kann, wenn man sich auf dem Boden bewegt; also einer Höhe von etwa 2 m bis 0 m. | ||
[[Kategorie:Sammeln und Bestimmungstechnik]] | [[Kategorie:Sammeln und Bestimmungstechnik]] | ||
Aktuelle Version vom 18. April 2014, 08:23 Uhr
Ein Klopfschirm (engl.: beating tray) ist ein Hilfsmittel, bzw. seine Anwendung eine Methode zum Nachweis von Spinnen (und ggf. anderen Tiergruppen) welche auf Zweigen sitzen, bzw. dort ihr Netz aufgespannt haben.
Aufbau
Es gibt unterschiedliche Bauarten von Klopfschirmen. Im simpelsten Fall benutzt man einfach einen hellfarbenen umgedrehten Regenschirm. Im Biologiefachhandel kann man speziellere Bauformen erwerben.
Im Handel gibt es im Prinzip zwei Bauformen. Eine mit einem einfachen aufgespannten Tuch und eine, bei der in der Mitte des aufgespannten Tuchs ein Fanggefäß eingelassen ist. Für den Nachweis von Spinnentieren hat sich die Bauweise ohne eingelassenes Fanggefäß bewährt.
- Klopfschirm mit Stahlring
Handhabung
Das Arbeiten mit dem Klopfschirm macht sich den Umstand zu Nutze, dass Arthropoden, zu denen auch die Spinnen zählen, sich bei Störung fallen lassen. Das heißt, man schlägt z. B. mit einem Knüppel in geeigneter Intensität auf Zweige eines Baumes oder Gebüschs und hält gleichzeitig den Klopfschirm unter den betreffenden Zweig. Die Tiere fallen dort hinein und müssen dort abgesammelt werden.
- Anwendung
Einige Tierarten laufen sehr schnell vom Klopfschirm herunter, aber meist gehört es zur Strategie nach dem Fallenlassen, unbewegt liegen zu bleiben. Einige Arten bleiben lange unbeweglich liegen (z. B. solche der Gattung Ero), andere fangen sehr rasch an, schnell zu laufen (z.B. Arten der Gattungen Anyphaena, Clubiona, Philodromus und Tiere der Ordnung Opiliones). Es erfordert daher etwas Erfahrung, das richtige Timing zwischen Klopfen und Sammeln zu finden.
Sammelergebnis
Mit einem Klopfschirm werden Spinnen erfasst, die sich auf erreichbaren Zweigen aufhalten. Zur Erfassung von Arten höherer Straten oder gar der bislang wenig untersuchten Kronenregionen der Bäume, braucht man einen Kran oder ähnliches. In dem Falle können auch höhere Straten mit dem Klopfschirm beprobt werden. Im Regelfall beschränkt ich der Fangradius unter Verwendung des Klopfschirms auf Zweige die man erreichen kann, wenn man sich auf dem Boden bewegt; also einer Höhe von etwa 2 m bis 0 m.