Ballooning: Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' bezeichnet die Verbreitung per Fadenfloß im Luftplankton.
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[[Bild:Araneae ballooning net FA6307.jpg|thumb|300px|Fadenfloß in der Luft]]


Kleine Spinnenarten (z. B. ''[[Erigone atra]]''), bzw. Jungtiere vieler Spinnenarten lassen sich mit dem Wind verdriften. Dafür erklimmen sie teilweise massenhaft einen etwas erhöhten Standort, lassen einen Faden austreten und warten, bis sie der Wind mitnimmt.
Kleine Spinnenarten (z. B. ''[[Erigone atra]]''), bzw. Jungtiere vieler Spinnenarten lassen sich mit dem Wind verdriften. Dafür erklimmen sie teilweise massenhaft einen etwas erhöhten Standort, lassen einen Faden austreten und warten, bis sie der Wind mitnimmt.
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Auf diese Weise können sehr weite Distanzen überbrückt werden.
Auf diese Weise können sehr weite Distanzen überbrückt werden.


Aeroplankton hat eine eingeschränkte Mobilität und wird im Aufstieg der Thermikblasen und Konvektionsströme in die Höhe getragen und akkumuliert dort. Alle Artengruppen, insbesondere auch Insekten, zeigen ein ähnliches Dispersionsverhalten über die Höhe. Dabei nimmt die Konzentration des Aeroplanktons nicht, wie man erwarten möchte, kontinuierlich mit zunehmender Höhe ab. In einer Höhe ab 915 m nimmt die Individuendichte im Vergleich zur Dichte in 92 bis 153 m Höhe zwar um 72 % ab, aber es kommt in einer Höhe von 1068 bis 1200 m zu einem signifikanten Maximum der Individuendichte. An einer Höhen von 1525 m entspricht diese Dichte wieder dem Niveau des Höhenbereichs von 92 bis 153 m.<ref>{{Literatur
Aeroplankton hat eine eingeschränkte Mobilität und wird im Aufstieg der Thermikblasen und Konvektionsströme in die Höhe getragen und akkumuliert dort. Alle Artengruppen, insbesondere auch Insekten, zeigen ein ähnliches Dispersionsverhalten über die Höhe. Dabei nimmt die Konzentration des Aeroplanktons nicht, wie man erwarten möchte, kontinuierlich mit zunehmender Höhe ab. In einer Höhe ab 915 m nimmt die Individuendichte im Vergleich zur Dichte in 92 bis 153 m Höhe zwar um 72 % ab, aber es kommt in einer Höhe von 1068 bis 1200 m zu einem signifikanten Maximum der Individuendichte. In einer Höhe von 1525 m entspricht diese Dichte wieder dem Niveau des Höhenbereichs von 92 bis 153 m.<ref>{{Lit Weidel 2010 Das Aeroplankton in der Norddeutschen Tiefebene über Schleswig-Holstein}}</ref>
|titel=Das Aeroplankton in der Norddeutschen Tiefebene über Schleswig-Holstein
 
|autor=Weidel H.
==Bilder==
|jahr=2010
<gallery perrow='3'>
|seiten=S. 111&ndash;129
Pardosa sp FA6268.jpg|Junge ''Pardosa''-Wolfspinnen bereiten sich vor um mit dem Wind zu verdriften
|magazintitel=Faunistisch-Ökologische Mitteilungen
Araneae ballooning FA6320.jpg|Mehrere meter langes Fadenfloß
|ausgabe=Band 9, Heft 3/4
Araneae ballooning FA6317.jpg
|issn=0430-1285
Araneae ballooning net FA6296.jpg
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Araneae ballooning net FA6295.jpg
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}}
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===Quellen===
===Quellen===

Aktuelle Version vom 12. Januar 2020, 14:03 Uhr

Ballooning bezeichnet die Verbreitung per Fadenfloß im Luftplankton.

Fadenfloß in der Luft

Kleine Spinnenarten (z. B. Erigone atra), bzw. Jungtiere vieler Spinnenarten lassen sich mit dem Wind verdriften. Dafür erklimmen sie teilweise massenhaft einen etwas erhöhten Standort, lassen einen Faden austreten und warten, bis sie der Wind mitnimmt.

Auf diese Weise können sehr weite Distanzen überbrückt werden.

Aeroplankton hat eine eingeschränkte Mobilität und wird im Aufstieg der Thermikblasen und Konvektionsströme in die Höhe getragen und akkumuliert dort. Alle Artengruppen, insbesondere auch Insekten, zeigen ein ähnliches Dispersionsverhalten über die Höhe. Dabei nimmt die Konzentration des Aeroplanktons nicht, wie man erwarten möchte, kontinuierlich mit zunehmender Höhe ab. In einer Höhe ab 915 m nimmt die Individuendichte im Vergleich zur Dichte in 92 bis 153 m Höhe zwar um 72 % ab, aber es kommt in einer Höhe von 1068 bis 1200 m zu einem signifikanten Maximum der Individuendichte. In einer Höhe von 1525 m entspricht diese Dichte wieder dem Niveau des Höhenbereichs von 92 bis 153 m. (Weidel 2010)

Bilder

Quellen

  • Weidel H (2010): Das Aeroplankton in der Norddeutschen Tiefebene über Schleswig-Holstein. Faunistisch-Ökologische Mitteilungen Band 9, Heft 3/4, S. 111–129, ISSN 0430-1285.