Alopecosa fabrilis: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 24. Februar 2009, 19:00 Uhr

Alopecosa fabrilis (Clerck, 1757)
Sand-Scheintarantel
Alopecosa fabrilis W 7-5798.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Alopecosa (Scheintaranteln)
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017409
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien CR
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh<<?=3
[D] Berlinex 0
[D] Brandenburg 2
[D] Baden-Württembergs 2
[D] Bayern 2
[D] Bayern SL 2
[D] Bayern T/S 1
[D] Mecklenburg-Vorp.ss<<↓↓ 1
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] Nordrhein-Westfalens===*
[D] Schleswig-Holsteins?(↓)-D2
[D] Sachsen 1
[D] Sachsen-Anhalt 2
[D] Thüringen 2
[GB] Großbritannien EN
[NO] Norwegen VU
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei DD
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Alopecosa fabrilis fabrilis
  • Tarentula fabrilis
Schmidti Grafik 08-12.jpg

Beschreibung

Alopecosa fabrilis gehört zu den größeren Arten der Gattung. Die Weibchen werden bis zu 16 Millimeter groß, die Männchen bis zu 12 Millimeter. (Heiko Bellmann 2001)

Die Grundfärbung ist bräunlich grau. Auf dem Prosoma findet sich ein dünner heller Mittelstreifen, der weder im Augenbereich noch zum Opisthosoma hin den Rand des Prosoma erreicht. Daneben verlaufen schwächer gefärbte Längsbänder. Der Prosomarand ist ebenfalls hell gefärbt. Von der Prosomamitte verlaufen undeutliche Radiärstreifen zum Prosomarand.

Das Opisthosoma weist den Alopecosa-typischen gezackten Spießfleck auf. Er ist im vorderen Bereich meist breiter umrandet, und an den Zacken sind helle Punkte zu sehen, die sich weiter nach hinten fortsetzen.

Die Beine sind an den körpernahen Gliedern undeutlich gemustert und an den körperfernen Gliedern einheitlich gefärbt.

Die Frontaugen sind vergleichsweise groß. Vier Nebenaugen finden sich in einer horizontalen Linie zwischen den Frontaugen und den Cheliceren. Die hinteren Augen liegen im vorderen Viertel des Prosoma hinter den Frontaugen.

Ähnliche Arten

Alopecosa striatipes und Alopecosa schmidti sind sehr ähnliche Arten. A. striatipes hat aber deutliche Längsstreifen auf den Beinen, und die Radiärstreifen sind ebenfalls deutlicher. A. schmidti wird etwas größer und ist nur im Osten Deutschlands und Europas verbreitet. (Heiko Bellmann 2001)

Die Unterart Alopecosa fabrilis trinacriae kommt nur auf Sizilien vor. (Norman I. Platnick et al. a re)

Lebensraum

Alopecosa fabrilis kommt häufig in Sandgebieten vor, sowohl an der Küste als auch auf Binnendünen, und in sandigen Kiefernwäldern und Heiden. Allerdings wurde die Art auch auf Kalkhängen gefunden.

Lebensweise

Die Weibchen graben eine mehrere Zentimeter tiefe Wohnröhre, die sie mit Spinnseide auskleiden. Dort lauern sie meist am Eingang darauf, dass Insekten an der Röhre vorbeilaufen, die dann zur Beute der Spinne werden. Bei Störungen zieht sich das Weibchen in die Röhre zurück, erscheint aber meist wenige Minuten später wieder am Eingang. Die Männchen dagegen laufen oft frei umher auf der Suche nach einem Weibchen. Erwachsene Tiere findet man vom Herbst bis zum Frühjahr.

Gefährdung

Alopecosa fabrilis wird in der Roten Liste Deutschlands in der Kategorie 3 ("gefährdet") eingestuft. Freie Sandflächen im Binnenland gehen immer stärker zurück, so dass die Art im Süden seltener vorkommt als an der Küste. (Nachweiskarte der a re)

Verbreitung

Bisher nachgewiesen in Deutschland, Niederlande, Belgien, der Schweiz, Tschechien, Slowakei und Polen, nicht jedoch in Österreich (Blick 2004). Weitere Nachweise gibt es für Großbritannien (Harvey et al. 2002), Dänemark (Scharff & Gudik-Sørensen O 2011) und Schweden (Kronestedt 2001).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen