Phrurolithus festivus: Unterschied zwischen den Versionen

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==Lebensraum==
==Lebensraum==
In trockenen Lebensräumen (Trockenrasen, Heiden, Weinberge), in sonnigen Wäldern und an Stränden, bis 1350 m<ref name="SpiMi">. In ihren Lebensräumen besiedeln die Tiere oft Todholz.
In trockenen Lebensräumen (Trockenrasen, Heiden, Weinberge), in sonnigen Wäldern und an Stränden, bis 1350 m<ref name="SpiMi"/>. In ihren Lebensräumen besiedeln die Tiere oft Todholz.


==Lebensweise==
==Lebensweise==
Die ''Phrurolithus''-Arten sind tagaktiv und imitieren Ameisen. Sie sind fast ununterbrochen in Bewegung. Dabei laufen sie immer ein paar Schritte um plötzlich zu stoppen und das Opisthosoma und die Vorderbeine kurz anzuheben. Dann rasen sie wieder ein paar Schritte weiter und die Porzedur wiederholt sich.
Siehe Artikel zur Gattung [[Phrurolithus]].
 
Wahrscheinlich ernähren sie sich von kleinen Bodeninsekten (und nicht von Ameisen). Die hydraulisch ausklappbaren Stachelkämme auf den Innenseiten der Tibien und Metatarsi der Vorderbeine lassen das vermuten.


==Verbreitung==
==Verbreitung==

Version vom 15. Oktober 2008, 19:29 Uhr

Phrurolithus festivus (C. L. Koch, 1835)
Gewöhnlicher Ameisenvagabund
Festivus Tiefurt 08-05 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Corinnidae (Dunkelsackspinnen)
Gattung: Phrurolithus (Ameisenvagabunden)
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:024312
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.h=(↓) *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh<(↓)=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *

Beschreibung

Körperlänge 2 bis 4 mm (Nentwig et al. 2012).

Die kleine flinke Spinne fällt durch ihr ameisenähnliches Bewegungsverhalten auf. Prosoma und Opisthosoma sind sehr dunkel bis schwarzbraun. Das Prosoma ist in der Mitte weißlich behaart. Auf dem Opisthosoma befinden sich sechs weiße Flecken: ein Paar vorne, ein zweites Paar etwa in der Hälfte, ein einzelner Fleck genau in der Mitte dieser vier und einer am Hinterleibs-Ende kurz über den Spinnwarzen (manchmal bilden das hintere Paar und der mittlere Fleck ein durchgehendes wellenförmiges Band). Die Fleckenzeichnung ist allerdings relativ variabel und kann abgerieben sein. Sie kann nicht zur Artbestimmung herangezogen werden.

Die Beine sind hell, gelblich (vorne) bis blass bräunlich (hinten). Die Femora der vorderen beiden Beinpaare sind deutlich verdunkelt.

Ähnliche Arten

Die Arten der Gattung Phrurolithus sehen sich ziemlich ähnlich. Insbesondere die Fleckenzeichnung auf dem Opisthosoma ist bei allen(?) Arten vorhanden, so dass eine sichere Bestimmung genital erfolgen sollte.

Lebensraum

In trockenen Lebensräumen (Trockenrasen, Heiden, Weinberge), in sonnigen Wäldern und an Stränden, bis 1350 m (Nentwig et al. 2012). In ihren Lebensräumen besiedeln die Tiere oft Todholz.

Lebensweise

Siehe Artikel zur Gattung Phrurolithus.

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Platnick 2013).

Nachweise für Mitteleuropa: (Blick 2004)

Name DE NL BE CH AT CZ SK PL
Phrurolithus festivus × × × × × × × ×

In Deutschland weit verbreitet und überall sehr häufig gefunden (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen