Xysticus: Unterschied zwischen den Versionen
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| text=Bulbusapophysen mehr oder weniger parallel zueinander verlaufend, am Ende spitz auslaufend. | | text=Bulbusapophysen mehr oder weniger parallel zueinander verlaufend, am Ende spitz auslaufend. | ||
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| text=Bulbus medial mit zwei kurzen zangenartig zueinanderstehenden Apophysen, die zangenartig zueinander stehen. | |||
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Bild:Xysticus_ulmi_Pedipalpus_7-7063.jpg | |||
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| text=Bulbus madial ohne Apophyse. | |||
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Bild:Acerbus_Hufeisen_08-05_03-Ped.jpg | |||
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| text=Beide der zangenartig zueinanderstehenden Bulbusapophysen gekrümmt. | |||
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Bild:Xysticus_ulmi_Pedipalpus_7-7063.jpg | |||
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| text=Nur die obere Bulbusapophysen gekrümmt. | |||
| weiter=[[Xysticus lanio]] | |||
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Version vom 8. August 2008, 20:02 Uhr
| Xysticus C. L. Koch, 1835 |
|---|
| Buschkrabbenspinnen |
| Xysticus kochi, Weibchen |
| Systematik |
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) |
| Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen) |
| Weitere Informationen |
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidergen:02786 |
Die Gattung Xysticus ist in Deutschland mit 23 Arten vertreten und damit unsere artenreichste Krabbenspinnen-Gattung.
Beschreibung
Xysticus-Arten sind mittelgroße (bis 10 mm) kompakt gebaute Krabbenspinnen. Sie sind im allgemeinen gelbbraun, rötlich-braun bis dunkelbraun gefärbt. Das Prosoma besitzt meist dunkel gefärbte Seiten und ein helles Mittelband, in dem ein etwas dunkleres Kopfdreieck liegt. Die dunklere Oberseite des Opisthosoma trägt oft eine helle Blattzeichnung, die von Querlinien unterbrochen wird.
Die innerartliche Zeichnungsvariablilität der Xysticus-Arten ist hoch. Zudem sehen sich einige Arten sehr ähnlich, sodass die Bestimmung nach körperlichen Merkmalen nicht ganz einfach ist und einige Erfahrungen mit der Gattung voraussetzt.
Lebensraum
Xysticus-Arten haben diverse Lebensräume erobert, von trocken-heißen Ödländern über Busch- und Waldhabitate bis hin zu sumpfigen Nasswiesen. Sie sind sowohl am Boden, in der Krautschicht als auch auf Gebüsch und Bäumen zu finden. Die meisten Arten bevorzugen offene sonnige Lebensräume.
Lebensweise
Tagaktive Arten, die am Boden, in der Vegetation und seltener auf Blüten auf Beute lauern.
Fortpflanzung
Die meisten Xysticus-Arten sind im Frühjahr und Frühsommer reif. Die Weibchen bauen ihren großen weißen Kokon unter Blättern, seltener Steinen, und bewachen diesen bis zum Schlupf der Jungen. In dieser Zeit dunkeln sie stark nach, sodass ältere Weibchen manchmal kaum noch dem arttypischen Erscheinungsbild entsprechen.
Determination
Der folgende Bestimmungsschlüssel versucht, 12 verbreitetere Arten möglichst anhand nongenitaler Merkmale zu bestimmen. Dort, wo die äußerlichen Merkmale nicht mehr ausreichend sicher zur Unterscheidung der Arten beitragen können, wird auch auf die Genitalien zurückgegriffen. Dies gilt auch für alle Männchen, die im allgemeinen sehr dunkel gefärbt sind und sich sehr ähnlich sehen. Die Bilder gelten als pro Alternative durchnummeriert.
| 1 | Weibchen und Jungtiere → 2 | |
| – | Männchen → 13 |
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| 2 | Ockerbraun bis sehr dunkelbraun gefärbte Tiere mit undeutlicher Zeichnung. Prosoma fast vollständig von dunkler Zeichnung bedeckt. Alle Beine durchgängig mit dunkler fleckiger Zeichnung. → 3 | |
| – | Spinne mit blassbrauner, hell gelbbrauner oder weißlicher Grundfarbe und dunkler Zeichnung. Prosoma mit dunklen Seiten oder Längsstreifen. → 4 |
|
| 3 | Große, kräftig gebaute Spinne (bis 10 mm). Körperfärbung fast überall dunkel- bis schwarzbraun, Opisthosoma etwas heller, beige- bis dunkelbraun. Epigynengrube rund. Abstand des Epig.Gruben-Hinterrandes zur Epigastralfurche > Epigynengrubenbreite. Lebt am Boden. → [[#Xysticus robustus|Xysticus robustus]] |
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| – | Prosoma haselnussbraun bis dunkelbraun, kaum helle Zeichnung. Opisthosoma ockerbraun mit hellen Querlinien, die oft sehr undeutlich sind. Epigynengrube rund. Abstand des Epig.Gruben-Hinterrandes zur Epigastralfurche <= Epigynengrubenbreite. Meist auf Gras und anderer Vegetation. → [[#Xysticus acerbus|Xysticus acerbus]] |
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| 4 | Pros. hell mit zwei deutlichen dunklen Längsstreifen und meist auch dunklen Seitenstreifen. → 5 |
|
| – | Prosoma hell mit dunklen Seiten. Diese können hinten etwas gegabelt sein. → 7 |
|
| 5 | Kopfdreieck nur leicht dunkler als Prosoma (manchmal fehlend) und hinten gerundet. → 6 | |
| – | Kopfdreieck meist deutlich erkennbar, lang und dreieckig (hinten spitz auslaufend). Dunkle Längsbänder des Prosoma oft breit, so breit wie heller Bereich zwischen Längsband und Prosomarand. Opisthosoma-Oberseite mit klar begrenztem gelb- bis rotbraunen Folium und hellem Mittelband. Hinten mit ein bis zwei deutlichen hellen Querlinien über die gesamte Opisthosomabreite. Epigyne mit zwei Gruben. → [[#Xysticus ulmi|Xysticus ulmi]] |
|
| 6 | Sehr helle Spinne. Dunkle Seitenbänder auf dem Prosoma oft fehlend oder nur sehr schmal. Opisthosoma ohne kontrastreiche Zeichnung. Epigyne mit einer rundlichen Grube → [[#Xysticus bifasciatus|Xysticus bifasciatus]] |
|
| – | Blass gelbbraune Spinne mit dunklen Längsbändern und Seitenbändern auf dem Prosoma Opisthosoma-Oberseite bei Jungtieren oft ohne Folium, dafür mit einzelnen dunklen Punkten. Bei älteren Tieren mit dunklem Folium und hellem Mittelband. Hinten mit hellen Querlinien (ähnlich X. ulmi). Epigyne blumenförmig, mit eingebuchtetem Rand. → [[#Xysticus erraticus|Xysticus erraticus]] |
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| 7 | Grundfarbe weißlich bis rosa, vor allem die Femora der Beine. Beine mit zahlreichen sehr kontratsreich dunkel-graubraunen Flecken. Lebt auf sandigem Untergrund. Epigyne mit einer großen runden Grube, deren Rand vorne nicht ganz geschlossen ist (Bild2). → [[#Xysticus sabulosus|Xysticus sabulosus]] |
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| – | Grundfarbe blassbraun oder dunkler. → 8 |
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| 8 | Opisthosoma länglich. Opisthosoma-Oberseite mit klar begrenztem braunem Folium und hellem, von vorne nach hinten durchgehendem, breitem Mittelband (auch wenn nur schwach angedeutet). Dieses Mittelband ist mehr oder weniger gerade begrenzt und nicht spitzdreieckig ausgebuchtet. → 9 |
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| – | Opisthosoma breit rundlich. Zeichnung anders. Epigyne mit zwei deutlich voneinander getrennten Gruben. → 10 |
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| 9 | Beine mit deutlichen dunklen Längsstreifen. Große Art (bis 10 mm). Prosoma mit dunkel durchgefärbten Seiten, Kopfdreieck kaum sichtbar oder fehlend. Opisthosoma mit sehr undeutlichem hellem Mittelband. Epigyne mit zwei Gruben. Breite des Stegs zwischen den beiden Gruben +- so breit, wie Epigyne-Gruben. → [[#Xysticus striatipes|Xysticus striatipes]] |
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| – | Beine hell, ohne dunkle Längsstreifen, nur mit feinen dunklen Pünktchen. Prosoma-Seiten hinten gegabelt. Kleine Art (bis 7,5 mm). → [[#Xysticus ninnii|Xysticus ninnii]] |
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| 10 | Kopfdreieck sehr kurz (nur halbe Prosoma-Länge), bräunlich. Prosoma-Seiten dunkel rotbraun durchgefärbt. Opisthosoma rotbraun, ziemlich einheitlich, ohne kontrastreiche Zeichnung. Opisthosoma-Seiten oft rot gefärbt. Steg zwischen den Epigyne-Gruben +- so breit, wie Epigynen-Gruben. Meist auf Büschen und unteren Ästen von Laubbäumen. → [[#Xysticus lanio|Xysticus lanio]] |
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| – | Pros. mit langem Kopfdreieck. Wenn Opisthosoma dunkel rötlich, dann mit kontratsreicher Zeichnung. Steg zwischen den Epigyne-Gruben schmaler als Epigyne-Gruben. → 11 |
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| 11 | Gesamterscheinung braun bis rotbraun. Kontrastreiche, fleckige Zeichnung. Beine mit großen dunkelbraunen Flecken oder Ringen, aber ohne Längsstreifen. Epigyne mit zwei Gruben. Innenränder der Gruben gerade und stark sklerotisiert. Epigyne wie Bild2. Meist auf Nadelbäumen und höherer Vegetation. → [[#Xysticus audax|Xysticus audax]] |
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| – | Gesamterscheinung blass gelbbraun bis hell orangebraun. Beine mit dunklen Längsstreifen. Steg zwischen den Epigyne-Gruben sehr schmal. Meist am Boden und in niedriger Vegetation. → 12 |
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| 12 | Steg zwischen den beiden Epigyne-Gruben senkt sich nach hinten hin ab und erreicht den Hinterrand der Gruben nicht (Bild2). → [[#Xysticus kochi|Xysticus kochi]] |
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| – | Steg zwischen den beiden Epigyne-Gruben durchgehend. → [[#Xysticus cristatus|Xysticus cristatus]] |
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| 13 | Bulbus in der Mitte mit hammerförmiger Apophyse → 14 |
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| – | Mediale Bulbusapophyse anders oder Bulbus ohne ausgeprägte mediale Apophyse. → 16 |
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| 14 | Basis der hammerförmigen medialen Bulbusapophyse lang, länger als breit. → [[#Xysticus cristatus|Xysticus cristatus]] |
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| – | Basis der hammerförmigen medialen Bulbusapophyse kürzer, höchstens so lang wie breit. → [[#Xysticus audax|Xysticus audax]] |
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| 15 | Mindestens eine Bulbusapophyse lang und und quer zur Pedipalpus-Längsachse nach innen zeigend. → 16 |
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| – | Bulbusapophyse(n) kurz und zangenartig zueinanderstehenden oder kaum ausgeprägt. → 18 |
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| 16 | Zwei lange, quer zur Pedipalpus-Längsachse stehende Bulbusapophysen. → 17 |
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| – | Nur eine Bulbusapoqhyse ist lang und steht quer zur Pedipalpus-Längsachse. → [[#Xysticus erraticus|Xysticus erraticus]] |
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| 17 | Bulbusapophysen zangenartig zueinander gebogen, am Ende flach und gerundet. → [[#Xysticus kochi|Xysticus kochi]] |
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| – | Bulbusapophysen mehr oder weniger parallel zueinander verlaufend, am Ende spitz auslaufend. → [[#Xysticus bifasciatus|Xysticus bifasciatus]] |
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| 18 | Bulbus medial mit zwei kurzen zangenartig zueinanderstehenden Apophysen, die zangenartig zueinander stehen. → 19 |
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| – | Bulbus madial ohne Apophyse. → 20 |
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| 19 | Beide der zangenartig zueinanderstehenden Bulbusapophysen gekrümmt. → [[#Xysticus ulmi|Xysticus ulmi]] |
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| – | Nur die obere Bulbusapophysen gekrümmt. → [[#Xysticus lanio|Xysticus lanio]] |
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