Episinus maculipes: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Mehr Infos, gescheite Quellen)
Zeile 32: Zeile 32:


==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''': Weibchen 4,3 bis 5,6 mm, Männchen 3,9 bis 4,3 mm <ref name="SpiMi">{{Lit uniBern}}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen 4,3 bis 5,6 mm, Männchen 3,5 bis 4,3 mm <ref name="Le Peru">{{Lit Le Peru Synthesis A-T 2011}}</ref>.


Rundes, beinahe kreisförmiges '''Prosoma''' mit gelblicher Grundfarbe, dunklem Mittelstreifen und dunklen, gewellten Seitenbändern. Zusätzlich dunkle Ränder.
'''Prosoma''' dorsal gelblich weiß mit einem braunen Medianband, dunkler Randung und dazwischenliegenden dunklen Zeichnungselementen. Augen auf einem vorstehenden Hügel. Sternum dunkel, mit einem hellen Mittelstrich der sich anterior erweitert <ref name="Thaler">{{Lit Thaler med Theridiidae II}}</ref>.


'''Opisthosoma''' flach und mit undeutlichem Folium, dessen Ränder hell.
'''Opisthosoma''' weißlich mit einem dunkelbraunen Folium, welches hinten besonders deutlich ausgeprägt ist. Ventral mit dunklen Markierungen an den Spinnwarzen und der Epigastralregion.


'''Beine''' hell-dunkel geringelt.
'''Beine''' gelbweiß und braun geringelt, welche mitunter undeutlich ausgeprägt ist. <ref name="Le Peru"/>
 
Öffnung der '''Epigyne''' breiter als lang und nicht die Spermatheken überlappend. Ein schmales medianes Septum ist ausgeprägt <ref name="Thaler"/>.
 
==Ähnliche Arten==
Ähnelt insbesondere im männlichen Pedipalpus ''[[Episinus algiricus]]'', diese hat jedoch einen kleineren Bulbus und eine stärker ausgeprägte Apophyse im Endbereich <ref name="Thaler"/>.  


==Lebensraum==
==Lebensraum==
Auf Büschen und Bäumen <ref name="SpiMi"/>.
Auf Büschen und Bäumen in Laub- und Mischwäldern, Oft auf Koniferen. Auch z.B. in der Garrigue, an Flussbänken oder in Heideland. <ref name="Le Peru"/>  


{{Autor|Staudt}} (1997) konnte ''{{PAGENAME}}'' mit dem Klopfschirm in einem stillgelegten, teilweise verbuschten Melaphyr-Steinbruch nachweisen <ref name="Staudt">{{Literatur
{{Autor|Staudt}} (1997) konnte ''{{PAGENAME}}'' in Rheinland-Pfalz mit dem Klopfschirm in einem stillgelegten, teilweise verbuschten Melaphyr-Steinbruch nachweisen <ref name="Staudt">{{Literatur
|titel=Erstnachweis der Kugelspinne ''Episinus maculipes'' in Rheinland-Pfalz (Araneae: Theridiidae)
|titel=Erstnachweis der Kugelspinne ''Episinus maculipes'' in Rheinland-Pfalz (Araneae: Theridiidae)
|autor=Staudt A.
|autor=Staudt A.
Zeile 56: Zeile 61:
|doi=
|doi=
}}</ref>.
}}</ref>.
Auch {{Autor|Knoflach}} et al. (2009) geben hauptsächlich Büsche und Bäume als Fundorte an, darunter viele Klopfschirmfunde <ref name="Thaler">{{Lit Thaler med Theridiidae II}}</ref>.


Auch {{Autor|Knoflach}} et al. (2009) geben hauptsächlich Büsche und Bäume als Fundorte an, darunter viele Klopfschirmfunde.
Dies scheint die Art von den anderen beiden mitteleuropäischen Arten zu unterscheiden, die eher am Boden gefunden werden.
Dies scheint die Art von den anderen beiden mitteleuropäischen Arten zu unterscheiden, die eher am Boden gefunden werden.



Version vom 31. Oktober 2012, 23:28 Uhr

Episinus maculipes Cavanna, 1876
Fleckbein-Kabelspinne
Maculipes.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Episinus (Kabelspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:007645
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss>=*
[D] Baden-Württemberges D
[GB] Großbritannien RA

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 4,3 bis 5,6 mm, Männchen 3,5 bis 4,3 mm (Le Peru 2011).

Prosoma dorsal gelblich weiß mit einem braunen Medianband, dunkler Randung und dazwischenliegenden dunklen Zeichnungselementen. Augen auf einem vorstehenden Hügel. Sternum dunkel, mit einem hellen Mittelstrich der sich anterior erweitert (Knoflach et al. 2009).

Opisthosoma weißlich mit einem dunkelbraunen Folium, welches hinten besonders deutlich ausgeprägt ist. Ventral mit dunklen Markierungen an den Spinnwarzen und der Epigastralregion.

Beine gelbweiß und braun geringelt, welche mitunter undeutlich ausgeprägt ist. (Le Peru 2011)

Öffnung der Epigyne breiter als lang und nicht die Spermatheken überlappend. Ein schmales medianes Septum ist ausgeprägt (Knoflach et al. 2009).

Ähnliche Arten

Ähnelt insbesondere im männlichen Pedipalpus Episinus algiricus, diese hat jedoch einen kleineren Bulbus und eine stärker ausgeprägte Apophyse im Endbereich (Knoflach et al. 2009).

Lebensraum

Auf Büschen und Bäumen in Laub- und Mischwäldern, Oft auf Koniferen. Auch z.B. in der Garrigue, an Flussbänken oder in Heideland. (Le Peru 2011)

Staudt (1997) konnte Episinus maculipes in Rheinland-Pfalz mit dem Klopfschirm in einem stillgelegten, teilweise verbuschten Melaphyr-Steinbruch nachweisen (Staudt A. 1997).

Auch Knoflach et al. (2009) geben hauptsächlich Büsche und Bäume als Fundorte an, darunter viele Klopfschirmfunde.

Dies scheint die Art von den anderen beiden mitteleuropäischen Arten zu unterscheiden, die eher am Boden gefunden werden.

Verbreitung

Von England bis nach Algerien (World Spider Catalog 2020).

In Deutschland bisher nur wenige Male im Süden und Südosten nachgewiesen (siehe Nachweiskarte).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise