Caeculidae

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Caeculidae Berlese, 1883
Harkenbeinige oder Steinmilben
Caeculidae-spec Zietschkuppe 09-04 01.jpg
Microcaeculus sp
Systematik
Ordnung: Trombidiformes

Systematik

Caeculidae gehören zur Unterordnung Prostigmata, Infraordnung Anystina, Hypordnung Anystae, Überfamilie Caeculoidea. Weltweit sind 7 Gattungen und 71 Arten bekannt (Stand 2011). (Woolley T. A. 1988) (Walter D. E. 2006)

Merkmale

Die Hauptmerkmale der Familie Caeculidae sind:

  • Körper stark sklerotisiert, mit getrennten Schilden
  • Beine kräftig, stachelig, nach vorne gerichtet
  • Mittelgroße bis große Arten (Woolley T. A. 1988)

Beschreibung

Pedipalpen leicht raptorial, 1 bis 3 klauenförmige tibiale Borsten sind vorhanden, Tarsus gerade. Die Stigmaöffnung befindet sich an der Basis der Chelizeren. Peritremen sind vorhanden, aber nicht vorspringend. Das Naso ist vorhanden und trägt nur ein Auge ventral. Die Basen der Chelizeren sind getrennt. Beweglicher Finger der Chelizere ist gerade, nicht bewegliches Glied sehr klein oder fehlend. (Parker S. P. 1982)

Es gibt ein oder zwei Paar prodorsaler Trichobothrien. Die acht dorsalen Sklerite sind durch eine Kutikulafalte getrennt. Bei einigen Arten können sehr viele sekundäre dorsale Borsten vorhanden sein. (Parker S. P. 1982)

Caeculidae besitzen 3 Paare genitaler Papillae, eugenitale Setae sind vorhanden. Femora sind sub-getrennt. Die innere Oberfläche der Beine trägt robuste Stacheln. Pretarsi I-IV tragen ein Paar Klauen und normalerweise ein klauenartiges Empodium. (Parker S. P. 1982)

Biologie

Caeculidae sind xerophile Milben. Sie leben in Wüsten, auf Bergen und an Küsten. (Woolley T. A. 1988)

Die hakenbeinigen Milben leben räuberisch. Sie fressen andere Gliederfüßer (eine Art wurde im Experiment erfolgreich mit pilzlichem Material ernährt). Fertilisation geschieht durch Spermatophoren. (Parker S. P. 1982)

Verbreitung

Die Familie ist weltweit verbreitet. (Woolley T. A. 1988)

Gattungen und Verbreitung

In Europa kommen nach Datenlage dieses Wikis 3 Gattungen der Familie Caeculidae vor: (Stoch F. 2003) Eine heutzutage nur tropische Gattung, Procaeculus, wurde in baltischem Bernstein aus dem Eozän gefunden.

Name DE NL BE CH AT CZ SK PL DK NO SE FI HU SI GB IE IT IT82 FR FRH ES PT
Caeculus ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ?
Allocaeculus × ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Microcaeculus ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Name AL BA BG BY EE HR LT LV MD ME MK RO RS RU UA GR TR
Caeculus ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Allocaeculus ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Microcaeculus ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?

Gattungsschlüssel

1 Proterosoma und Hysterosoma oberseits mit vielen langen, schmalen oder langen und daneben kurzen keulenförmigen Schuppen, oft auch mit abstehenden Dornen. Die Schuppen bilden ein mehr oder weniger ausgeprägtes Muster. Idiosoma rechteckig. Klauen der 3 vorderen Beinpaare sehr verschieden lang. → Allocaeculus
- Proterosoma und Hysterosoma oberseits nur mit wenigen kurzen, keulenförmigen Schuppen, die nie ein auffälliges Muster bilden. Idiosoma langoval. Klauen gleich oder ungleich lang. → 2
2 Klauen aller Beine von gleicher Länge. Proterosoma von einer, Hysterosoma von mehreren scharf begrenzten Panzerplatten bedeckt. Diese sind weichhäutig miteinander verbunden. Körper dorsoventral stark abgeplattet, relativ groß. → Caeculus
- Klauen, besonders die des erstes Beinpaares, in ihrer Länge sehr verschieden. Proterosoma und Hysterosoma meistens ohne scharf begrenzte, stark gepanzerte Platten, Körper meist stärker gewölbt, relativ klein. → Microcaeculus
(Franz H. 1952)

Quellen