Zora

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Zora spinimana, subadultes Weibchen

Die Gattung Zora (Fam. Zoridae, Wanderspinnen) ist in Mitteleuropa mit 9 Arten vertreten. In Deutschland wurden 6 Arten nachgewiesen.

Beschreibung

Merkmale

Mittelgroße gelbbraune bis braune Spinnen mit wolfsspinnen-ähnlichem Habitus und langen kräftigen Beinen. die Augen stehen in drei Reihen, wobei die hinteren Seitenaugen die größten sind. Auf dem Prosoma tragen alle Arten dunkle Längsbinden, deren Breite als grobes Unterscheidungsmerkmal dienen kann. Die Unterseite der Tiben und Metatarsi des 1. und 2. Beinpaars tragen kräftige Stachelreihen, die in Ruhe anliegen. Die Anzahl der Stachelpaare auf dem Metatarsus des 1. und 2. Beinpaars ist ein weiteres Bestimmungskritärium.

Lebensraum

die Zora-Arten sind in sehr trockenen bis feuchten Lebensräumen unter Gras, Vegetation und Laub zu finden.

Lebensweise

Zora ist ein tagaktiver Jäger (ohne Fangnetz). Die Spinnen laufen eher bedächtig auf Grashalmen und Pflanzen herum. Dabei bleiben sie fast immer unter der Vegetation und vermeiden direktes Sonnenlicht. Die Beute (Collembolen und kleine Insekten) wird v.a. optisch lokalisiert und angeschlichen. Beim Überwältigen der Beute werden die Stachelreihen an den Unterseiten der Vorderbeine hydraulisch aufgestellt und bilden so einen dichten Fangkorb. Bei der Flucht und beim Beutefang kann sich Zora über kurze Strecken sehr schnell bewegen. Die Füße tragen gut ausgebildete Scopulapolster.

Fortpflanzung

Die Zora-Arten sind im Frühjahr reif.

Determination

Im folgenden werden 4 Arten anhand nongenitaler Merkmale bestimmt.

1 dunkle Längsbänder in der Mitte des Pros. höchstens so breit wie außen benachbarte helle Längsbänder, Femur I und II oben mit deutlichen dunklen Linien (bei Jungtieren noch keine Linien, dafür Flecken) -> 2
1- dunkle Längsbänder in der Mitte des Pros. deutlich breiter als außen benachbarte helle Längsbänder, Femur I und II ohne dunkle Linien (kurz vor einer Häutung können dunkel Linien durch die Borsten der neuen Haut durchscheinen) -> 3

2 Unterseite des Pros. und der Fem. mit vielen kleinen dunklen Pünktchen, in trockenen und sonnigen Lebensräumen (z.B. Trockenrasen, sonnige Waldränder) in Grasbüscheln: Zora silvestris
2- Unterseite des Pros. und der Fem. ohne solche Pünktchen, in mittelfeuchten bis feuchten Wiesen, Gärten, Parks, Birkenwäldern im Gras und Moos: Zora spinimana

3 Färbung graubraun, in der Laubstreu von Wälder (v.a. Buchen): Zora nemoralis
3- Färbung gelbbraun, v.a. Femuren auffällig gelb, die folgenden Beinsegmente dann deutlich dunkler. in sonnenexponierten, sehr warmen Trockenrasen: Zora manicata