Theridion melanurum-Gruppe: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Geschlechtsmerkmale Weibchen === | === Geschlechtsmerkmale Weibchen === | ||
Im folgenden Bestimmungsschlüssel sind die wichtigsten Merkmale zur Unterscheidung der Weibchen aufgelistet, die Zeichnungen der Epigynen sind lediglich schematisch und dienen zur Visualisierung des Begleittextes: | |||
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==== Bemerkung: ==== | ==== Bemerkung: ==== | ||
Insbesondere die Unterscheidung der Weibchen von ''T. asopi'' und ''T. betteni'' ist anhand der äußeren Epigynenansicht sehr schwierig, daher wurde von {{Autor|Vanuytven}} der Versuch unternommen, die prinzipiell vorhandenen Unterschiede in den Abständen der Einführöffnungen und der Breite der Epiygnengrube zu quantifizieren. Dabei wurde der | Insbesondere die Unterscheidung der Weibchen von ''T. asopi'' und ''T. betteni'' ist anhand der äußeren Epigynenansicht sehr schwierig, daher wurde von {{Autor|Vanuytven}} der Versuch unternommen, die prinzipiell vorhandenen Unterschiede in den Abständen der Einführöffnungen und der Breite der Epiygnengrube zu quantifizieren. Dabei wurde der Quotient aus dem Abstand der Einführöffnungen und der Breite der Epigynengrube für die zur Verfügung stehenden Exemplare berechnet: | ||
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Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick sehr signifikant erscheinen, ist zu bedenken, dass von ''T. betteni'' nur sehr wenige Exemplare untersucht wurden, die Streuung dürfte für diese Art tatsächlich noch erheblich größer sein. Hinzu kommt, dass es u.U. schwierig ist die zugrundeliegenden Maße zuverlässig zu bestimmen. Insbesondere die Berechnung des Quotienten anhand von Fotos ist problematisch, da gerade die für das kritische, weil deutlich kleinere, Maß verantwortlichen Einführöffnungen oft nur sehr schwer oder gar nicht zu erkennen sind. Zudem können mit Epignye verklebte Schlaufen der Einführgänge auch von außen sichtbar sein und so Einführöffnungen | Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick sehr signifikant erscheinen, ist zu bedenken, dass von ''T. betteni'' nur sehr wenige Exemplare untersucht wurden, die Streuung dürfte für diese Art tatsächlich noch erheblich größer sein. Hinzu kommt, dass es u.U. schwierig ist, die zugrundeliegenden Maße zuverlässig zu bestimmen. Insbesondere die Berechnung des Quotienten anhand von Fotos ist problematisch, da gerade die für das kritische, weil deutlich kleinere, Maß verantwortlichen Einführöffnungen oft nur sehr schwer oder gar nicht zu erkennen sind. Zudem können mit Epignye verklebte Schlaufen der Einführgänge auch von außen sichtbar sein und so Einführöffnungen „vortäuschen” , die in Wirklichkeit dort nicht vorhanden sind. Folgende Gegenüberstellung verdeutlicht das: | ||
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| style="text-align: left; vertical-align:top; width:300px;" | In den Abbildungen sind die für die Quotientenberechnung erforderlichen Maße markiert und angegeben. Man erkennt, wie schwierig und willkürlich die Bestimmung des Abstandes der Einführöffnungen ist. Hier wurde der Abstand der inneren Ränder der rundlichen Flecken im Inneren der Epiygnengrube benutzt, um den Abstand zu berechnen. Dies führt mehr oder weniger zufällig in den oben angegebenen Wertebereich. Würde man versuchen den Abstand Mitte-zu-Mitte zu messen, ergäben sich völlig andere Werte. Hat man die Auswahl auf die beiden Arten eingegrenzt, ist es also in jedem Fall empfehlenswert, auch die Vulva zu untersuchen, da die Länge der Einführgänge auf jeden Fall ein zuverlässigeres Kriterium für die Unterscheidung zwischen den Weibchen von ''T. asopi'' und ''T. betteni'' sind! | | style="text-align: left; vertical-align:top; width:300px;" | In den Abbildungen sind die für die Quotientenberechnung erforderlichen Maße markiert und angegeben. Man erkennt, wie schwierig und willkürlich die Bestimmung des Abstandes der Einführöffnungen ist. Hier wurde der Abstand der inneren Ränder der rundlichen Flecken im Inneren der Epiygnengrube benutzt, um den Abstand zu berechnen. Dies führt mehr oder weniger zufällig in den oben angegebenen Wertebereich. Würde man versuchen den Abstand Mitte-zu-Mitte zu messen, ergäben sich völlig andere Werte. Hat man die Auswahl auf die beiden Arten eingegrenzt, ist es also in jedem Fall empfehlenswert, auch die Vulva zu untersuchen, da die Länge der Einführgänge auf jeden Fall ein zuverlässigeres Kriterium für die Unterscheidung zwischen den Weibchen von ''T. asopi'' und ''T. betteni'' sind! | ||
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=== Geschlechtsmerkmale Männchen === | === Geschlechtsmerkmale Männchen === | ||
Version vom 17. November 2014, 20:51 Uhr
Die Theridion melanurum-Gruppe umfasst in Mitteleuropa folgende vier Arten (Vanuytven 2014):
Merkmale nach Vanuytven (2014)
Bei den vier Arten der Gruppe handelt es sich um kleinere Kugelspinnen, die nur sehr schwer voneinander zu unterscheiden sind. T. betteni und T. mystaceum sind die kleinsten Arten und T. melanurum im Durchschnitt die größte, allerdings ist eine Überlappung der Arten im Größenbereich vorhanden:
| Männchen: | Weibchen: | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Arten sehen sich äußerlich sehr ähnlich und können daher nur anhand ihrer Geschlechtsmerkmale unterschieden werden.
Geschlechtsmerkmale Weibchen
Im folgenden Bestimmungsschlüssel sind die wichtigsten Merkmale zur Unterscheidung der Weibchen aufgelistet, die Zeichnungen der Epigynen sind lediglich schematisch und dienen zur Visualisierung des Begleittextes:
| 1 | Einführöffnungen der Epigyne innen gelegen → 2 |
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| - | Einführöffnungen am Rand der Epigyne oder schwer zu erkennen → 3 |
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| 2 | Epigynengrube wenig breiter als hoch. Einführgänge lang und verschlungen. → Theridion asopi |
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| - | Epigynengrube deutlich breiter als hoch. Einführgänge kurz. → Theridion betteni |
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| 3 | Epigynengrube wenig höher als breit und in der unterem Hälfte leicht eingeschnürt und ausgebeult, Einführöffnungen nicht oder kaum erkennbar. Einführgänge kurz. → Theridion melanurum |
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| - | Epigynengrube deutlich breiter als hoch, Einführöffnungen außen gelegen. Einführgänge lang und verschlungen. → Theridion mystaceum |
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Bemerkung:
Insbesondere die Unterscheidung der Weibchen von T. asopi und T. betteni ist anhand der äußeren Epigynenansicht sehr schwierig, daher wurde von Vanuytven der Versuch unternommen, die prinzipiell vorhandenen Unterschiede in den Abständen der Einführöffnungen und der Breite der Epiygnengrube zu quantifizieren. Dabei wurde der Quotient aus dem Abstand der Einführöffnungen und der Breite der Epigynengrube für die zur Verfügung stehenden Exemplare berechnet:
| Art | Anzahl | Quotient (mm) |
|---|---|---|
| T. asopi | 75 | 0,38 (0,31–0,50) |
| T. betteni | 6 | 0,19 (0,17–0,21) |
Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick sehr signifikant erscheinen, ist zu bedenken, dass von T. betteni nur sehr wenige Exemplare untersucht wurden, die Streuung dürfte für diese Art tatsächlich noch erheblich größer sein. Hinzu kommt, dass es u.U. schwierig ist, die zugrundeliegenden Maße zuverlässig zu bestimmen. Insbesondere die Berechnung des Quotienten anhand von Fotos ist problematisch, da gerade die für das kritische, weil deutlich kleinere, Maß verantwortlichen Einführöffnungen oft nur sehr schwer oder gar nicht zu erkennen sind. Zudem können mit Epignye verklebte Schlaufen der Einführgänge auch von außen sichtbar sein und so Einführöffnungen „vortäuschen” , die in Wirklichkeit dort nicht vorhanden sind. Folgende Gegenüberstellung verdeutlicht das:
Geschlechtsmerkmale Männchen
Die Unterschiede bei den Palpen der Männchen sind recht subtil zwischen T. asopi und T.betteni. Das wesentliche Merkmal ist die Ausformung des Konduktors, der bei T. asopi stark gebogen (aufgerollt) ist. Der Palpus von T.betteni ist zwar sehr ähnlich, allerdings ist hier der Konduktor deutlich flacher und nicht gebogen. Die Palpen von T. melanurum und T. mystaceum unterscheiden sich deutlicher von denen der beiden erstgenannten Arten. [Beschreibung folgt]
Quellen
- Vanuytven H (2014): Theridion asopi n. sp., a new member of the Theridion melanurum group (Araneae: Theridiidae) in Europe. Arachnology 16(4), S. 127–134.


