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Version vom 9. November 2011, 09:58 Uhr
| Caeculidae Berlese, 1883 |
|---|
| Harkenbeinige oder Steinmilben |
| Microcaeculus sp |
| Systematik |
| Ordnung: Trombidiformes |
Systematik
Caeculidae gehören zur Unterordnung Prostigmata, Supercohort Anystides, Kohort Anystina. Die Familie gehört in die monotypische Überfamilie Caeculoidea. (Woolley 1988) (Walter 2006)
Merkmale
Die Hauptmerkmale der Familie Caeculidae sind:
- Körper stark sklerotisiert, mit getrennten Schilden
- Beine kräftig, stachelig, nach vorne gerichtet
- Mittelgroße bis große Arten (Woolley 1988)
Beschreibung
Pedipalpen leicht raptorial, 1 bis 3 klauenförmige tibiale Borsten sind vorhanden, Tarsus gerade. Die Stigmaöffnung befindet sich an der Basis der Cheliceren. Peritremen sind vorhanden, aber nicht vorspringend. Das Naso ist vorhanden und trägt nur ein Auge ventral. Die Basen der Cheliceren sind getrennt. Beweglicher Finger der Chelicere ist gerade, nicht bewegliches Glied sehr klein oder fehlend. (Parker 1982)
Es gibt ein oder zwei Paar prodorsaler Trichobothrien. Die acht dorsalen Skleriten sind durch faltige Kutikula getrennt. Bei einigen Arten können sehr viele sekundäre dorsale Borsten vorhanden sein. (Parker 1982)
Caeculidae besitzen 3 Paare genitaler Papillae, eugenitale Setae sind vorhanden. Femora sind sub-getrennt. Die innere Oberfläche der Beine trägt robuste Stacheln. Pretarsi I-IV tragen ein Paar Klauen und normalerweise ein klauenartiges Empodium. (Parker 1982)
Biologie
Caeculidae sind xerophile Milben. Sie leben in Wüsten, auf Bergen und an Küsten. (Woolley 1988)
Die Hakenbeinigen Milben sind Raubtiere. Sie fressen andere Gliederfüßer (eine Art wurde im Experiment erfolgreich mit pilzlichem Material ernährt). Fertilisation geschieht durch Spermatophoren. (Parker 1982)
Verbreitung
Die Familie ist weltweit verbreitet. (Woolley 1988)
Gattungen und Verbreitung
Aus Europa sind 3 Gattungen mit insgesamt 24 Arten bekannt, deren Verbreitung nicht genau bewusst ist. (Coineau & Y. 2004) (Stoch 2003) Eine heutzutage nur tropische Gattung, Procaeculus, wurde in baltischem Bernstein aus dem Eozän gefunden.
| Name | DE | NL | BE | CH | AT | CZ | SK | PL | DK | NO | SE | FI | HU | SI | GB | IE | IT | IT82 | FR | FRH | ES | PT |
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| Caeculus | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | × | ? | ? | ? | ? | ? |
| Allocaeculus | × | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? |
| Microcaeculus | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? | ? |
Gattungsschlüssel
| 1 | Proterosoma und Hysterosoma oberseits mit vielen langen, schmalen oder langen und daneben kurzen keulenförmigen Schuppen, oft auch mit abstehenden Dornen. Die Scuppen bilden ein mehr oder weniger ausgeprägter Muster. Isiosoma rechteckig. Klauen der 3 vorderen Beinpaare sehr verschiden lang. → Allocaeculus |
|
| - | Proterosoma und Hysterosoma oberseits nur mit wenigen kurzen, keulenförmigen Schuppen, die nie ein auffälliges Muster bilden. Idiosoma langoval. Klauen gleich oder ungleichlang. → 2 | |
| 2 | Klauen aller Beine von gleicher länge. Proterosoma von einer, Hysterosoma von mehreren scharf begrenzten Panzerplatten bedeckt. Diese sind weichhäutig miteinander verbunden. Körper dorsoventral stark abgeplattet, relativ groß. → Caeculus |
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| - | Klauen, besonders die des erstes Beinpaares in ihrer Länge sehr verschieden. Proterosoma und Hysterosoma meistens ohne scharf begrenzte, stark gepanzerte Platten, Körper meist stärker gewölbt, relativ klein. → Microcaeculus |
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(Franz 1952)
Quellen
- Coineau, Y. (2004): Caeculidae. In Magowski, W. (ed.) (2004) Fauna Europaea: Prostigmata.. Fauna Europaea version 1.1.
- Franz H (1952): Revision der Caeculidae Berlese 1883 (Acari). Bonner Zoologische Beiträge 3, S. 91–124.
- Parker SP (1982): Synopsis and Classification of Living Organisms. McGraw-Hill, New York.
- Stoch F (2003): Checklist of the species of the Italian fauna. Italian Ministry of Environment.
- Walter DE (2006): LucidCentral: Invasive Mite identification.
- Woolley TA (1988): Acarology - Mites and Human Welfare. John Wiley and Sons. ISBN 0-471-04168-8, 484 S.