Labidostommatidae: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Schlüssel)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 86: Zeile 86:
</gallery>
</gallery>
}}
}}
{{DetBoxEnde}}<ref name=Thor DasTierreich56">{{lit Thor DasTierreich56}}</ref>
{{DetBoxEnde}}<ref name=Thor DasTierreich56">{{lit Thor DasTierreich56}}</ref> <ref name="Pfliegler_Labidostommatidae">{{Lit Pfliegler_Labidostommatidae}}</ref>


==Literatur==
==Literatur==

Version vom 7. November 2011, 22:38 Uhr

Labidostommatidae Oudemans, 1906
Labidostommatidae zsp2 CS0001 PI4813.JPG
Labidostomma (Cornutella) cornutum Männchen
Systematik
Ordnung: Trombidiformes

syn. Nicoletiellidae G. Canestrini, 1891; syn. Labidostommidae Oudemans, 1906; syn. Labidostomatidae Oudemans, 1906;

Systematik

Die Famile gehört zu Unterordnung Prostigmata, Superkohorte Labidostomatides und bildet die Überfamilie Labidostomatoidea alleine. (Woolley 1988) (Walter 2006)

Die Familie enthält weltweit etwa 6 Gattungen mit rund 50 Arten. (Parker 1982)

Merkmale

Labidostommatidae sind ziemlich große, primitive Prostigmata-Milben. Die Hauptmerkmale der Familie sind:

  • Körper stark sklerotisiert
  • Integument verziert
  • Cheliceren gross, chelate-dentate
  • erstes Beinpaar ziemlich lang
  • mittelgroße bis große Arten (Woolley 1988)

Das ganzes Dorsum ist von einem verziertem Sklerit bedeckt. Coxale Felder I-IV sind expandiert und angrenzend. Zwei Paaren prodorsale Trichobothrien sind vorhanden. Chaetotaxis des Hysteronotum ist normal. Palpen sind linear und viergliedrig. Basen der Cheliceren sind getrennt, Finger der Cheliceren sind vergrößert und chelate-dentate. Es gibt eine stigmale Öffnung zwischen Basen der Cheliceren. Erstes Beinpaar ist taktil, andere sind lokomotorisch. Femora sind sub-getrennt. (Parker 1982) (Krantz & Walter 2009)

Geschlechtsdimorphismus: bei Weibchen sind die genitale und anale Öffnungen nebeneinander, sie sind von einem einzigen Ring umkreist. Die genitale und anale Öffnungen des Männchens sind getrennt. (Krantz & Walter 2009)

Biologie

Labidostommatidae sind mittelgroße bis große räuberische Milben, die ihre Beute in Erde, Flechte, Moos und Laub jagen. Sie benutzen ihre großen nach vorne stehende Cheliceren, um andere Milben und kleine Gliederfüßer zu erbeuten. (Woolley 1988)

Larven sind inaktiv, ernähren sich nicht. Drei Nymphenstadien sind vorhanden. Sexueller Dimorphismus ist bei genitoanaler Region ausgestellt. Bei Männchen liegen die genitale und anale Öffnungen auf einem einzelnen Feld. Zwei Paare von genitalen Papillen sind vorhanden, eugenitale Setae fehlen. Fertilization ist indirekt, passiert durch Spermatophoren. (Parker 1982)

Die Entwicklung der Vertreter der Familie dauert etwa ein Jahr lang oder noch länger. (Krantz & Walter 2009)

Gattungen und Verbreitung

Die Familie und auch die artenreicheste Gattung Labidostomma ist weltweit verbreitet. 3 Gattungen sind in Europa bekannt, deren Verbreitung mangels Checklisten nicht gut bekannt ist. (Woolley 1988) (Stoch 2003) (Vistorin H. E. 1978)

Name DE NL BE CH AT CZ SK PL DK NO SE FI HU SI GB IE IT IT82 FR FRH ES PT
Akrostomma ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?   ? ? ?     × ? × ?
Eunicolina ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?   ? ? ? ×   ? ? ? ?
Labidostomma ? ? ? × × ? ? × ? ? ? ? × × ? ? × × ? × × ?
Name AL BA BG BY EE HR LT LV MD ME MK RO RS RU UA GR TR
Akrostomma ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Eunicolina ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Labidostomma ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ?

Gattungsschlüssel

1 Kutikula dicht und stark sklerotisiert, Netzstruktur mit dicken Wanden, Cheliceren robust. Augen sind reduziert oder fehlen. Körperform spindelähnlich. → Akrostomma
- Netzstruktur mit dünnen Wanden, Augen meist vorhanden. → 2
2 Mehrere drüsenähnliche Organe befinden sich auf dem Körper, alle sind einporig. Eine villose Furche posterior zu Coxen IV vorhanden. → Eunicolina
- Nicht wie oben, falls mehrere drüsenähnliche Organe vorhanden, dann unauffällig und nur auf dem mediolateralen Teil des Dorsalschildes. → Labidostomma

(Thor 1931) (Pfliegler & Bertrand 2011)

Literatur

Quellen