Walckenaeria obtusa

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Walckenaeria obtusa Blackwall, 1836
Großes Zierköpfchen
Walckenaeria obtusa 4 1024.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Walckenaeria (Zierköpfchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013349
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinmh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh=(↓) *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
[SK] Slowakei R*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Trachynella obtusa

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3 bis 3,2 mm, Männchen 2,5 bis 3,2 mm (Roberts 1996). Tullgren (1955) nennt als Maximallänge für das Weibchen 4,0 mm.

Beine: Wiehleformel 2-2-1-1. Tm Ⅰ 0,45 – 0,54 (Roberts 1993).

Weibchen

Prosoma dunkel rotbraun mit undeutlichen schwarzen Strichen und gelben Flecken. Vorn stark gewölbt und an den Seiten eingedrückt. Haut fein genarbt. Sternum heller rotbraun, an der Außenkante dunkler. Augen: Vordere Augenreihe gerade oder äußerst schwach prokurv. Mittelaugen fast zusammenstoßend. HAR gerade oder schwach prokurv. Hintere Seitenaugen unbedeutend größer als die Mittelaugen. Diese nur wenig größer als die vorderen. Chelizeren ähnlich wie bei W. nudipalpis. Beine hell rotgelb ohne Zeichnungen. Tibien I und IV mit 2 (?) dorsalen Stacheln. Metatarsen I und IV mit Trichobothrium auf der Mitte des Gliedes. Opisthosoma grauschwarz. Die Epigyne ähnelt stark der von W. nudipalpis, aber die Vulva weicht dadurch ab, dass das große Rezeptakulum sehr lang gestreckt ist und sich in einer engen Spirale über den hinteren Teil des Rezeptakulakomplexes dreht. (Tullgren 1955)

Männchen

Prosoma heller als beim Weibchen. Beine orangegelb. Stacheln und Trichobothrien wie beim Weibchen. Augen wie beim Weibchen. (Tullgren 1955)

Lebensraum

Seltene Art, die in Laubwäldern, auch dem Birkenbruch, aber weniger in Nadelwäldern vorkommt, vereinzelt in Knicks und im Grünland sowie in Heiden und Dünen an der Ostsee; hemiskotophil, hemihygrophil (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Bilder

Habitat Buchenwald (rechts) in Laubstreu

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Nentwig W, Blick T, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Tullgren A (1955): Zur Kenntnis schwedischer Erigoniden. Arkiv för Zoologi 2 (7/20), S. 295–389.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-12-04, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise