Walckenaeria nudipalpis: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Merkmale: Update Körperlänge – ♀ 6,2?)
K (Textersetzung - „Hintere Augenreihe“ durch „{{HAR}}“)
Zeile 24: Zeile 24:
  
 
===Weibchen===
 
===Weibchen===
'''Prosoma''' dunkelrotbraun mit schwach angedeuteten schwarzen, strahlenartig angeordneten Strichen auf dem hinteren Teil und vorn mit einem schwarzen Fleck. Haut fein genarbt. Längs den Seiten des hinteren Teils äußerst feinrunzelig mit schwach angedeuteten strahlenförmigen Furchen. '''Sternum''' dunkel rotbraun mit schwarzer Kante. Haut mit verstreuten Punktgruben und feinrunzeliger Außenkante. '''Beine''' rotgelb, die apikalen Coxen schwarz.  Tibien I und IV mit 2 dorsalen Stacheln, nicht länger als die Breite des Gliedes. Metatarsen I und IV mit Trichobothrium ungefähr in der Mitte des Gliedes. '''Opisthosoma''' schwarzgrau. '''Augen''': Vordere Augenreihe gerade. Seitenaugen halb so groß wie die Mittelaugen, fast zusammenstoßend. Hintere Augenreihe gerade oder schwach prokurv. Hintere Seitenaugen unbedeutend größer als die Mittelaugen, welche fast so groß sind, wie die vorderen Mittelaugen. Hintere und vordere Seitenaugen sind ungefähr gleich groß. '''Chelizeren''' mit 4 großen Zähnen am vorderen Falzrand; ebenso viele aber kleine am hinteren. Die '''Vulva''' hat ein großes Rezeptakulum, welches sich mit seinem äußeren wurstähnlichen Teil nach der Seite über den unten liegenden kleinen Rezeptakulumkomplex biegt.<ref name='tull55'>{{Lit Tullgren 1955 Schwedische Erigoniden}}</ref>
+
'''Prosoma''' dunkelrotbraun mit schwach angedeuteten schwarzen, strahlenartig angeordneten Strichen auf dem hinteren Teil und vorn mit einem schwarzen Fleck. Haut fein genarbt. Längs den Seiten des hinteren Teils äußerst feinrunzelig mit schwach angedeuteten strahlenförmigen Furchen. '''Sternum''' dunkel rotbraun mit schwarzer Kante. Haut mit verstreuten Punktgruben und feinrunzeliger Außenkante. '''Beine''' rotgelb, die apikalen Coxen schwarz.  Tibien I und IV mit 2 dorsalen Stacheln, nicht länger als die Breite des Gliedes. Metatarsen I und IV mit Trichobothrium ungefähr in der Mitte des Gliedes. '''Opisthosoma''' schwarzgrau. '''Augen''': Vordere Augenreihe gerade. Seitenaugen halb so groß wie die Mittelaugen, fast zusammenstoßend. {{HAR}} gerade oder schwach prokurv. Hintere Seitenaugen unbedeutend größer als die Mittelaugen, welche fast so groß sind, wie die vorderen Mittelaugen. Hintere und vordere Seitenaugen sind ungefähr gleich groß. '''Chelizeren''' mit 4 großen Zähnen am vorderen Falzrand; ebenso viele aber kleine am hinteren. Die '''Vulva''' hat ein großes Rezeptakulum, welches sich mit seinem äußeren wurstähnlichen Teil nach der Seite über den unten liegenden kleinen Rezeptakulumkomplex biegt.<ref name='tull55'>{{Lit Tullgren 1955 Schwedische Erigoniden}}</ref>
  
 
'''Epigyne''' ähnelt stark der von ''[[Walckenaeria obtusa|W. obtusa]]'', es bestehen jedoch Unterschiede in der Vulvenstruktur<ref name='tull55'/> (genaueres sie im Artikel zu dieser Art).
 
'''Epigyne''' ähnelt stark der von ''[[Walckenaeria obtusa|W. obtusa]]'', es bestehen jedoch Unterschiede in der Vulvenstruktur<ref name='tull55'/> (genaueres sie im Artikel zu dieser Art).

Version vom 9. April 2018, 10:25 Uhr

Walckenaeria nudipalpis (Westring, 1851)
Schmuckloses Zierköpfchen
Walckenaeria nudipalpis female A5965 PL0850.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Walckenaeria (Zierköpfchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
_ _ start X end _ _ _ start X end _
_ _ start X end _ _ _ start X end _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013348
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinmh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien ?
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei V*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Trachynella nudipalpis

Synonym: Trachynella nudipalpis (Westring, 1851)

Merkmale

Körpergröße: Weibchen erreichen 2,6 bis 3,8 mm, Männchen 2,5 bis 2,85 mm (Nentwig et al. 2017).

Wiehleformel: 2-2-1-1. Tm1-Bereich 0,45 – 0,54 mm. (Roberts 1993)

Weibchen

Prosoma dunkelrotbraun mit schwach angedeuteten schwarzen, strahlenartig angeordneten Strichen auf dem hinteren Teil und vorn mit einem schwarzen Fleck. Haut fein genarbt. Längs den Seiten des hinteren Teils äußerst feinrunzelig mit schwach angedeuteten strahlenförmigen Furchen. Sternum dunkel rotbraun mit schwarzer Kante. Haut mit verstreuten Punktgruben und feinrunzeliger Außenkante. Beine rotgelb, die apikalen Coxen schwarz. Tibien I und IV mit 2 dorsalen Stacheln, nicht länger als die Breite des Gliedes. Metatarsen I und IV mit Trichobothrium ungefähr in der Mitte des Gliedes. Opisthosoma schwarzgrau. Augen: Vordere Augenreihe gerade. Seitenaugen halb so groß wie die Mittelaugen, fast zusammenstoßend. HAR gerade oder schwach prokurv. Hintere Seitenaugen unbedeutend größer als die Mittelaugen, welche fast so groß sind, wie die vorderen Mittelaugen. Hintere und vordere Seitenaugen sind ungefähr gleich groß. Chelizeren mit 4 großen Zähnen am vorderen Falzrand; ebenso viele aber kleine am hinteren. Die Vulva hat ein großes Rezeptakulum, welches sich mit seinem äußeren wurstähnlichen Teil nach der Seite über den unten liegenden kleinen Rezeptakulumkomplex biegt. (Tullgren 1955)

Epigyne ähnelt stark der von W. obtusa, es bestehen jedoch Unterschiede in der Vulvenstruktur (Tullgren 1955) (genaueres sie im Artikel zu dieser Art).

Männchen

Farbe und Prosomaform wie beim Weibchen. Sternum und Chelizeren ebenso. Augen: Hintere Seitenaugen deutlich kleiner als die vorderen. (Tullgren 1955)

Lebensraum

Sehr feuchte Biotope (Schaefer 1972). Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise