Theridion hannoniae

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Theridion hannoniae Denis, 1945
Steinkugelspinne
Theridion hannoniae 20 1024.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Theridion (Echte Kugelspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:008363
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss?=*
[D] Nordrhein-Westfalenes===R

Gehört zur Theridion varians-Gruppe.

Merkmale

Körperlänge: Das Weibchen wird 1,6 bis 2,4 mm lang, das Männchen 1,6 bis 2,1 mm (Le Peru 2011).

Prosoma gelblich braun bis dunkelbraun, Ränder verdunkelt. Sternum einheitlich dunkel rotbraun. Opisthosoma sehr variabel. Dorsal grau mit mit einem hellen gezähnten Medianband, dieses schwarz gerandet. Mitunter ist der Hinterleib dunkelgrau und nur mit einer Reihe heller Punkte versehen. Ventral dunkelgrau, zwei weiße Flecken vor den Spinnwarzen. Beine weißlich und dunkel geringelt. Metatarsus I ungefähr 2,3 mal so lang wie Tarsus I. (Le Peru 2011)

Pedipalpus mit sichelförmiger Medianapophyse, diese mit sich plötzlich verjüngender Spitze. Theridiidentypische Tegularapophyse zweiendig (bifid). Unterscheidet sich von Theridion pyrenaeum durch kleinere Maße des Cymbiums und des distalen Embolusteils. (Knoflach et al. 2009)

Epigyne von gleicher Morphologie wie bei Theridion pyrenaeum, die mediane Einbuchtung erscheint jedoch kleiner (Le Peru 2011).

Ähnliche Arten

Theridion pyrenaeum stellt die Schwesterart dar und sieht habituell identisch aus. Sie kann nur per Genitalvermessung und -untersuchung von dieser Art getrennt werden (Knoflach et al. 2009).

Lebensraum

In der Regel mit Felsen oder großen Steinen assoziert, z. B. an Schuttbergen, Uferdämmen oder an trockenen Kalkfelsen. Steigt in den Pyrenäen auf bis zu 2000 m (Le Peru 2011).

Verbreitung

Theridion hannoniae ist paläarktisch (World Spider Catalog Association 2017).

In Deutschland konzentrieren sich die Nachweise hauptsächlich auf das Saarland und Rheinland-Pfalz (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise