Clubiona phragmitis

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Clubiona phragmitis (C. L. Koch, 1843)
Schilf-Sackspinne (Buchholz S. et al. 2010)
Phragmitis Tiefurt 08-07 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Clubionidae (Sackspinnen)
Gattung: Clubiona
Reifezeit (Heimer S. & W. Nentwig 1991)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:024710
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten V
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinh===*
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWh===*
[D] SHsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme
  • Clubiona grisea

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 7 bis 12 mm, Männchen 5 bis 11 mm (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Prosoma blass bis rotbraun, Kopfbereich verdunkelt. Chelizeren schwarzbraun und im basalen Bereich deutlich vorgeschwollen. Sternum gelbbraun und mitunter unterbrochen dunkel gerandet. Opisthosoma in der Regel einheitlich gefärbt, jedoch variabel rötlich bis dunkelbraun. Ein dorsaler Mittelstreifen mit hellem Kernbereich kann bei helleren Exemplaren vorgefunden werden. Beine blass gelbbraun. Dorsale Behaarung auf dem Carapax und Opisthosoma auffallend silbrig. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951)

Weibchen

Epigyne Die Strukturen der Vulva scheinen als fingerförmiges Gebilde mit vier Teilen durch die Cuticula, mitunter sind nur die inneren zwei sichtbar (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951).

Männchen

Weniger stark geschwollener Chelizerenbasis (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951). Tibialapophysen des Pedipalpus bilden ein deutlich zangenförmiges Gebilde (Wiehle H. 1965).

Lebensraum

Feuchtes Gelände wie Sümpfe und Gewässerufer (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951) (Heimer S. & W. Nentwig 1991), lebt dort auf Seggen und Schilf und kann leicht mithilfe des Klopfschirms nachgewiesen werden (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951). Kommt auch auf Sanddünen vor (Roberts M. J. 1996), was eventuell einen Hinweis dafür darstellt, dass die Art weniger an Feuchtigkeit als an die Struktur einer bestimmten Vegetation (breitblättrige Gräser) gebunden ist. Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Buchholz S., V. Hartmann & M. Kreuels (2010): Rote Liste und Artenverzeichnis der Webspinnen - Araneae - in Nordrhein-Westfalen. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 3. Fassung, Stand August 2010, S. 1–25.
  • Finch O.-D. (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, 103–112.
  • Heimer S. & W. Nentwig (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1951): British Spiders Vol. I. Ray Society, 310 S.
  • Roberts M. J. (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Wiehle H. (1965): Die Clubiona-Arten Deutschlands, ihre natürliche Gruppierung und die Einheitlichkeit im Bau ihrer Vulva (Arach., Araneae). Senckenbergiana biologica 46, S.471–505.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-26, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten