Runcinia grammica/Beobachtungen/Bauer T

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Vom 10. bis 24. Juni 2011 konnte Runcinia grammica an mehreren Stellen in Istrien (Kroatien), darunter im Vogelpark Palud und in einem stillgelegten Steinbruch in der Nähe von Pula, gesammelt werden. Dabei war die Art leicht in hohen Mengen (durchaus mehrere Tiere pro Kescherschlag) auf steinigen Trockenrasen und steinigen Ruderalflächen mithilfe des Streifkeschers nachzuweisen. Die Tiere waren meist auf blühenden krautigen Pflanzen zu finden. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass R. grammica im Mittelmeerraum an entsprechenden Stellen durchaus häufig zu finden und leicht nachzuweisen ist. Die wenigen deutschen Nachweise ( exakt 4 an der Zahl; Stand Januar 2013) hängen daher wahrscheinlich nicht mit einer schwierigen Nachweisbarkeit der Art zusammen, wie sie für andere seltene und thermophile Krabbenspinnen möglich erscheint ( etwa Pistius truncatus oder Diaea livens; beide wohl Bewohner des Kronenbereichs von Eichen, siehe jeweilige Artartikel), sondern mit einem Mangel an für diese Art geeigneten Lebensräumen in Deutschland.

Zusätzlich erscheint merkwürdig, dass die Art bisher weder in der Schweiz noch in Österreich nachgewiesen ist. Drei der vier deutschen Funde auf den Nachweiskarten der AraGes liegen im nördlichen Mitteldeutschland oder Ostdeutschland und gehen auf Landschaftspflegeprotokolle oder faunistische Gutachten zurück. Nur einer davon liegt im Süden Deutschlands an der französischen Grenze. (Arachnologische Gesellschaft 2020) --Tobias Bauer (Diskussion) 01:03, 19. Jan. 2013 (CET)

Quellen