Rugathodes bellicosus

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Rugathodes bellicosus (Simon, 1873)
Berg-Glaskugelspinne
Rugathodes bellicosus live habitus 600.jpg
Weibchen mit Eikokon
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Rugathodes (Glaskugelspinnen)
Reifezeit (Le Peru 2011)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:007595
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandss(<)?=G
[D] Baden-Württemberg V
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (H) 2
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala NT
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei R*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Theridion bellicosum

Merkmale

Körperlänge: 1,5 bis 2,0 mm (Heimer & Nentwig 1991) (Grabolle 2011).

Prosoma dorsal in der Regel gelbbraun, manchmal grauoliv mit helleren, radiär ausstrahlenden Schlieren. Ebenfalls kann eine dunkle viereckige Zeichnung oder ein Dreieck ausgeprägt sein. Diese Zeichnung hat ihre Basis an der Fovea und die Spitze Richtung Augenbereich gerichtet, welchen sie jedoch nicht berührt (siehe Fotos des Männchens). Beim Männchen sind die Chelizeren vergrößert und zeigen während der Entwicklung allometrisches Wachstum. Bei großen Exemplaren sind 3 Zähne an der Innenseite des Basisglieds, bei kleinen kann der mittlere Zahn fehlen. Sternum gelbbraun, oft mit dunkelbraunen oder aschfarbenen Bereichen durchsetzt. (Locket & Millidge 1953)

Opisthosoma dorsal mit variabler Braunfärbung. Mitunter ist eine Zeichnung vorhanden, diese besteht aus 2 bis 3 Paar dunkler Flecken. Manchmal ist das vorderste vergrößert und und zieht an den Seiten nach unten. Ventral gelbbraun, oftmals mit einem dunklen, grauen Fleck oder einem Querband. (Locket & Millidge 1953)

Beine einheitlich gelbbraun. MT I ungefähr doppelt so lang wie TS I (Locket & Millidge 1953).

Epigyne mit dickerem chitinisierten Ring als bei Rugathodes instabilis. Befruchtungsgänge setzen im oberen Bereich des chitinisierten Rings an und biegen sich erst mehr oder weniger nach außen, um anschließend eine nach dorsal orientierte Kurve zu beschreiten.

Pedipalpus nicht leicht von R. instabilis zu unterscheiden, jedoch mit stärker und anders sklerotisierter Terminalapophyse. Im Zweifelsfall kann auch die Bezahnung der Chelizeren herangezogen werden.

Lebensraum

Subalpine und alpine Habitate, dort an Bächen unter Steinen und in niedriger Vegetation (Heimer & Nentwig 1991). Dort ebenfalls in Pinien- und Birkenwäldern (Le Peru 2011). In alpinen Zirbelwäldern (Rief & Ballini 2017).

Verbreitung

Holarktisch (World Spider Catalog Association 2016).

In Deutschland nur sehr wenige, verstreute Funde in den Mittelgebirgen. Eine wesentlich höhere Funddichte ist dagegen in den tschechischen Mittelgebirgen zu verzeichnen. (Arachnologische Gesellschaft 2020)

Lebensweise

Weibchen tragen ihren Eikokon an den Spinnwarzen (Le Peru 2011).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise