Neon rayi

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Neon rayi (Simon, 1875)
Schutt-Krümelspringer
Neon-rayi Zietschkuppe 09-04 01.jpg
subadultes Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Neon (Krümelspringer)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:034978
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlandss<?=2
[D] Baden-Württemberg 3
[D] Sachsen-Anhalt 2
[SK] Slowakei V*

Merkmale

Körperlänge: beide Geschlechter erreichen 2 bis 3 mm (Nentwig et al. 2012). Kleinste der Neon-Arten (Wiehle 1967).

Weibchen

Prosoma schwarz gerandet. Die Umgebung der hinteren Augen ist verdunkelt. Von dort zieht sich ein brauner Streifen beidseitig zum Rand des Thorax entlang. Sternum hell gelb. Opisthosoma mit drei Längsstreifen. Der mittlere am schmalsten. Im hinteren Abschnitt treten die seitlichen Streifen an den mittleren heran und lassen – mehr oder weniger deutlich – 4–5 Winkelflecken entstehen. Unterseits hell gelb. Taster: Femur des bräunlichen Tasters hell. Die Beine sind schmal geringelt. Bei Ⅰ ist das Ende von Femur, Patella, Tibia und Metatarsus gebräunt oder geschwärzt. (Wiehle 1967)

Ähnliche Arten

Die Arten der Gattung Neon sehen sich sehr ähnlich. N. levis wird etwas größer als diese Art und besitzt ein fischgrätenartiges Opisthosomamuster mit quer verlaufenden dunklen Streifen. Die dunklen Streifen hinter den hinteren Seitenaugen sind bei N. levis wesentlich weniger deutlich ausgeprägt und eher als undeutliche dunkle Flecken im Bereich des Prosomahinterrandes zu erkennen. Beide Arten besiedeln mitunter ähnliche Lebensräume.[Literaturzitat fehlt]

Der wesentlich häufigere N. reticulatus ist dagegen relativ leicht von N. rayi und N. levis zu unterscheiden: Die Art wird größer und trägt nur eine sehr blasse Zeichnung aus Winkeln auf dem Opisthosoma oder ist fast ungezeichnet. Die Weibchen von N. reticulatus haben keine gringelten Beine und die Art besiedelt mäßig warme, nicht zu trockene Lebensräume (z.B. Moos und Laubstreu von Waldrändern).[Literaturzitat fehlt]

Der an Trockenhängen und in anderen warmen Lebensräumen häufige Euophrys frontalis besitzt eine ähnliche Zeichnung wie die Neon-Arten, wird aber insgesamt größer. Dem Weibchen fehlt im Vergleich zu Neon die Zeichnung auf den Beinen.[Literaturzitat fehlt]

Alle Arten lassen sich genital sicher unterscheiden.[Literaturzitat fehlt]

Lebensraum

Am Boden von Trockenhängen, zwischen Steinen und Vegetation (Nentwig et al. 2012).

Verbreitung

Süd- und Mitteleuropa bis Kasachstan, Israel (World Spider Catalog 2016).

Für Deutschland existieren bisher nur sehr wenig Nachweise, unter anderem aus dem mittleren Saaletal (Thüringen) und dem äußersten Südwesten (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise