Mangora acalypha

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Version vom 21. Februar 2021, 23:45 Uhr von Tobias Bauer (Diskussion | Beiträge) (→‎Lebensweise)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen
Mangora acalypha (Walckenaer, 1802)
Streifenkreuzspinne
7-6663.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Mangora (Streifenkreuzspinnen)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start X end _ _ _ _ _
_ _ _ _ start X end _ _ _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:016308
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.h== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>T=*
[D] Schleswig-Holsteinsh==*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Epeira acalypha

Merkmale

Körperlänge der Weibchen 5,5 bis 6,0 mm, der Männchen 3,0 bis 3,5 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Die Art ist in ganz Europa leicht anhand der Zeichnung des Opisthosomas zu erkennen. In der Mitte befindet sich eine dunkle Punktreihe, daneben zwei weitere Punktreihen, die jedoch nicht ganz so weit nach vorne reichen. Die Punktreihen sind (vor allem bei Jungtieren) zu Strichen oder gar zu einer Fläche verschmolzen. Das restliche Opisthosoma besteht aus weißen, gelben und orangenen Flächen. Das Prosoma ist hellgelb bis grüngelb mit einem schwarzen Rand und Mittelstreifen. (siehe Bilder)

Lebensraum

Mangora acalypha baut ihr Radnetz an Gräsern und Kräutern nahe dem Boden, meist an sonnigen Orten (Heimer & Nentwig 1991). Steigt in Deutschland bis auf 1000 m, in Frankreich bis auf 1500 m. Ist aber in höheren Lagen allgemein seltener. (Wiehle 1931).

Verbreitung

Von Madeira über Nordafrika, von Europa bis nach Südsibirien und China (World Spider Catalog 2021). In Deutschland sehr häufig und fast in jeder Region nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2021).

Lebensweise

DSC00919 VG - Mangora acalypha W - 5 mm ventral.JPG Das nahe am Boden zwischen Pflanzen gebaute Radnetz ist meist geneigt, mitunter fast waagerecht angelegt. Unter den in Mitteleuropa heimischen Radnetzspinnenarten hat es normalerweise meist 50-60 mit die höchste Radienzahl. Die Nabe (Netzmitte) ist fein gewebt (siehe Bild). Die Klebfäden stehen mit 1 mm Abstand sehr eng beieinander, und man findet 50-60 in einem Sektor. Mangora acalypha baut keinen Schlupfwinkel und hält sich meist in der Mitte des Netzes auf (wie dieses Exemplar von ventral). Bei Störung lässt sie sich fallen. (Wiehle 1931)

Mangora acalypha überwintert halbwüchsig in Moos und Streu und ist schon sehr früh im Frühjahr zu finden. (Wiehle 1931)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2021): Atlas der Spinnentiere Europas. Atlas der Spinnentiere Europas. abgerufen am 2021-02-21.
  • Bellmann H (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Wiehle H (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. 27. Familie. Araneidae. Die Tierwelt Deutschlands 23, S. 47–136.
  • World Spider Catalog (2021): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 22.5, abgerufen am 2021-01-21, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise