Inermocoelotes inermis

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Inermocoelotes inermis (L. Koch, 1855)
Stachellose Bodentrichterspinne
Inermocoelotes-inermis Paulinzella 17-04 03-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Agelenidae (Trichternetzspinnen)
Gattung: Inermocoelotes (Scheinbodentrichterspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:022782
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Coelotes inermis
  • Eurocoelotes inermis

Die Art wurde 2002 durch Wang als Typus-Art der ebenfalls 2002 neu aufgestellten Gattung Eurocoelotes gesetzt. 2010 wurde die Gattung durch Mikhailov wiederum mit Inermocoelotes Ovtchinnikov, 1999 synonomisiert.

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 11 bis 12,5 mm, Männchen 8,5 bis 10 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Prosoma gelbbraun, Augenbereich dunkler. Sternum wie Prosoma, jedoch dunkel umrandet. Opisthosoma dunkelgrau und im hinteren Bereich mit undeutlichen Winkelflecken versehen. Beine gelbbraun gefärbt, die distalen Glieder manchmal jedoch dunkler. (Heimer & Nentwig 1991)

Weibchen

Das Atrium der Epigyne ist etwa das Zweifache ihrer Länge von der Epigastralfurche entfernt (Wang et al. 2010).

Ähnliche Arten

Coelotes terrestris sieht der Art zum Verwechseln ähnlich, ist genauso groß und und lebt in den gleichen Habitaten. Inermocoelotes inermis scheint allerdings etwas länglicher gebaut zu sein und lässt sich genitalmorphologisch leicht unterscheiden.

Weitere Ähnlichkeit besteht zu Inermocoelotes gasperinii und I. karlinskii. Inbesondere in Ländern mit Nachweisen dieser Arten ist eine Abgrenzung mit Spezialliteratur (z.B. Wang et al. 2010) unumgänglich.

Lebensraum

Unter Steinen, Moos und im Laubstreu, oftmals in feuchteren Waldhabitaten (Roberts 1996). Es dürften ähnliche Habitatansprüche wie bei C. terrestris bestehen.

Verbreitung

Verbreitet in Europa (World Spider Catalog 2016).

In Deutschland südlich einer Linie Osnabrück–Hannover–Magdeburg–Cottbus sehr häufig nachgewiesen. Nördlich davon nur Einzelfunde (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Wang XP, Zhu M & Li S (2010): A review of the coelotine genus Eurocoelotes (Araneae: Amaurobiidae). The Journal of Arachnology 38, S. 79–98.
  • World Spider Catalog (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-26, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise