Diskussion:Familienschlüssel Spinnen

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Version vom 15. April 2011, 06:40 Uhr von Arno (Diskussion | Beiträge)
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Wieso gelangt man bei "Spinne hat 6 Augen" zu Pholcidae? --Jörg Pageler 15:03, 13. Apr. 2011 (CEST)

Wohl weil die mitteleuropäischen Arten 6 Augen haben. --Michael Hohner 16:45, 13. Apr. 2011 (CEST)
Also ich zähle z.B. bei Pholcus, Holocnemus und Psilochorus acht Augen. Und ich bin damit nicht alleine: Roberts und Bellmann zählen z.B. genauso. --Jörg Pageler 17:04, 13. Apr. 2011 (CEST)
Ja, es gibt natürlich Pholcidae mit acht und mit sechs Augen. So ist das in solchen Schlüsseln. Wenn eine Familie zwei eindeutige Merkmale vereint, muss sie zwei mal auftauchen. Vielleicht müsste man das noch spezifizieren, aber der Schlüssel ist ja kaum begonnen und steckengeblieben, aber keinesfalls fertig.--Arno 00:10, 14. Apr. 2011 (CEST)



Oh, jeh! Diese Seite gibt es schon 2 Jahre und ich kenne sie gar nicht.

Ich persönlich finde solche Art "Schlüssel" nicht sehr nützlich.

Warum baut man nicht einen Schlüssel, aus dem man grundlegendes lernen kann? Etwa eine Übersichstseite mit Augenstellungen. Dann muss man, wenn man eine Wolfspinne bestimmen will, nicht erst gefragt werden, ob sie 6 oder 8 Augen hat und ob die Beine etwa lang und dünn sind (-> Pholcidae). --Martin 14:39, 14. Apr. 2011 (CEST)

Wie wir schon im Forum diskutiert haben: das einzige Bestimmungssystem, dass allen Ansprüchen, Nutzergruppen und Basiswissen gerecht wird, wäre ein interaktives alá Linyphiiden-Schlüssel von Anna Sträubli. Der dichotome Schlüssel ist umständlicher, hat aber den Vorteil, dass er Nutzer mit geringer bzw. gar keiner Vor- und Artkenntnis sicher zur Art führt. Der sicherste Weg ist eben nicht immer der kürzeste.
Für Leute, die schon etwas Überblick haben bzw. sich gut mit Spinnen auskennen, wie wir, ist so ein Schlüssel auf Familieneben natürlich viel zu umständlich.
Meiner Meinung nach brauchen wir entweder solch ein interaktives Bestimmungssystem, oder wir müssen nach und nach all diese verschiedenen Bestimmungsansätze (Spinnen nach Augenstellung, nach auffälligen Geschlechtsorganen, nach Färbung, nach Muster, nach Lebensraum, nach Körperform, häufige Arten usw.) als einzelne Seiten (Einstiege) anbieten. Leider sind diese dann aber nicht miteinander verschaltet, sie wirken nicht miteinander. Was ist z.B. wenn ich eine Clubiona vor mir habe, mit 0815-Augenstellung. Dann bringt mich die Augenstellungstafel nur zu einer großen Restgruppe von Spinnen ohne charakteristische Augenstellung. Dann muss sich zu einem anderen Bestimmungsansatz gehen, kann dort aber die Information, dass es keine Wolfspinne, Springspinne usw. ist, nicht weiter verwenden. Ich werde also – um bei deinem Beispiel zu bleiben – auf der Bestimmungsseite für Beinlängen evtl. bei meiner Clubiona trotzdem wieder „gefragt“ ob die Beine lang und dünn sind (Pholcidae). --Arno 07:40, 15. Apr. 2011 (CEST)