Xysticus lanio

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Xysticus lanio C. L. Koch, 1835
Baumkrabbenspinne
Xysticus-lanio Hainich 09-05 03.jpg
Weibchen
Xysticus lanio m do PRindlisbacher.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Xysticus (Echte Krabbenspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2020)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:031960
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.s=(↓) V
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinss==*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Xysticus lanio lanio
  • Xysticus uncatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 6––7 mm, Männchen 4–5 mm (Roberts 1996).

Weibchen

Prosoma-Seiten dunkel rotbraun. Kopfdreieck sehr kurz (nur halbe Prosomalänge), bräunlich. Dahinter meist deutlich erkennbare gelbe Y-Zeichnung. Opisthosoma rotbraun, ziemlich einheitlich, meist ohne kontrastreiche Zeichnung. Opisthosoma-Seiten manchmal rötlich gefärbt. Grundfarbe der Beine hellbraun mit feinen dunklen Punkten. Vorderbeine dunkler. Tibien der Vorderbeine mit regelmäßiger Ringelung (dunkel-hell-dunkel). Hinterbeine hell mit schmalen dunklen Ringen.

Epigyne mit zwei dunklen Sklerotisierungen unterhalb des nur leicht sklerotisierten Septums (Locket & Millidge 1951).

Männchen

Prosomaseiten rotbraun, mit einem hellen gelblichen Zentralband und schlecht ausgeprägter dunkel-rötlichen Dreieckszeichnung. Sternum dunkelrot. Opisthosoma weißlich, mit einem gut abgegrenzten dunkel-rötlichen Folium und gleichfarbigen Lateralflächen. Beine mit Femora I dunkel-rötlich, dorsal mit etlichen schwarzen Stacheln (siehe auch Bilder). Restliche Beine rötlich, mit weißlich-gelben Bereichen durchsetzt. (Locket & Millidge 1951)

Ähnliche Arten

Xysticus alpinus, eine Art der alpinen Hochlagen, wurde lange Zeit als Unterart oder als Synonym von Xysticus lanio betrachtet, es handelt sich dabei jedoch um eine valide, morphologisch und ökologisch klar abgegrenzte Art (Ballarin et al. 2018). Männchen der ersteren Art unterscheiden sich unter anderem durch eine kürzere prolaterale Tegularapophyse (der "Zahn" unterhalb der hakenförmigen mittleren Apophyse) des Pedipalpus sowie durch eine unterschiedliche Form der Epigynengruben bei den Weibchen (Ballarin et al. 2018).

Der Pedipalpus ist zudem ähnlich dem von Xysticus ulmi, jedoch ist der anteriore "Haken" weiter nach außen verlagert und kräftiger.

Lebensraum

Xysticus lanio lebt auf den Zweigen von Bäumen und Büschen (Roberts 1996), kann aber mitunter auch auf dem Boden angetroffen werden. Nachweise aus den Hochlagen der Alpen (z.B. Zingerle (1997)) betreffen X. alpinus. (Ballarin et al. 2018) (Zingerle 1997)

Verbreitung

Von Europa bis nach Südsibirien, auch im Iran u. Turkmenistan verbreitet (World Spider Catalog 2020). In Deutschland weit verbreitet und häufig nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise