Alopecosa schmidti: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Beine''' sind dunkelgrau und auf der Oberseite stärker, auf der Unterseite weniger stark gelblich behaart. Auf den Femora bilden sich dunkle Flecken, die zu undeutlichen Längsstreifen verschmelzen können.
 
Die '''Beine''' sind dunkelgrau und auf der Oberseite stärker, auf der Unterseite weniger stark gelblich behaart. Auf den Femora bilden sich dunkle Flecken, die zu undeutlichen Längsstreifen verschmelzen können.
  
Die '''Männchen''' sind insgesamt homogener und konrastreicher gezeichnet.
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Die '''Männchen''' sind insgesamt homogener und kontrastreicher gezeichnet.
  
 
==Ähnliche Arten==
 
==Ähnliche Arten==

Version vom 8. Juni 2011, 23:45 Uhr

Alopecosa schmidti (Hahn, 1835)
Steppen-Scheintarantel
Schmidti Ettersberg 07-05 03.jpg
Weibchen mit Kokon
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Alopecosa (Scheintaranteln)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
X X X X X end _ _ start X X X
X X X X X end _ _ start X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017490
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien EN
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlands<?=3
[D] Berlins<↓↓-2
[D] Brandenburg 3
[D] Mecklenburg-Vorp.s>= G
[D] Niedersachsen 1
[D] Niedersachsen (T) 1
[D] Sachsen 3
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz NT
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Tschenstochau ?
[SE] Schweden RE
[SK] Slowakei V*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Tarentula schmidti

Merkmale

Alopecosa schmidti ist mit einer Körperlänge der Weibchen von 15 bis 18 mm und der Männchen von 11 bis 13 mm (Bellmann 2001) die größte Art der Gattung in Deutschland.

Prosoma dunkel graubraun mit hell gelblichem Mittelband, welches sich in der Mitte, hinter dem Kopf, teilt und einen dünnen hellen Strich einschließt. Der Kopfbereich ist hell behaart. Die Prosoma-Seiten besitzen mehr oder weniger ausgeprägte Radiärstreifen. Helle Seitenbänder sind vorhanden.

Das Opisthosoma trägt in der helleren Mitte die für einige Alopecosa-Arten typischen dunklen Winkelflecken. Die ersten zwei Winkel verbinden sich oft zu einem Herzmal. Der heller Mittelstreifen wird von hellen Flecken flankiert.

Die Ventralseite des Opisthosomas ist schwarz.

Die Beine sind dunkelgrau und auf der Oberseite stärker, auf der Unterseite weniger stark gelblich behaart. Auf den Femora bilden sich dunkle Flecken, die zu undeutlichen Längsstreifen verschmelzen können.

Die Männchen sind insgesamt homogener und kontrastreicher gezeichnet.

Ähnliche Arten

Alopecosa striatipes und Alopecosa fabrilis sehen dieser Art sehr ähnlich. A. striatipes hat aber deutliche Längsstreifen auf den Beinen, und die Radiärstreifen auf dem Prosoma sind ausgeprägter. A. fabrilis bleibt etwas kleiner und ist eher auf sandigen Untergründen zu finden.

Lebensraum

Lebensraum von Alopecosa schmidti
Alopecosa schmidti lebt in offenen trockenen Lebensräumen, steinigen Trockenrasen und sonnenexponierten Kalkhängen.

Lebensweise

Tagsüber verstecken sich vor allem die älteren Spinnen meist unter Steinen und in selbstgebauten Erdröhren. Gegen Abend und nachts lauern sie vor ihrem Versteck auf Beute.

Die Art ist zweijährig.

Verbreitung

Alopecosa schmidti ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2020).

In Deutschland bisher nur in Ostdeutschland nachgewiesen und dort vor allem in den wärmeren Mittelgebirgsrandlagen und entlang der großen Flusstäler. (Arachnologische Gesellschaft 2020)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Bellmann H (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise