Xysticus macedonicus

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Xysticus macedonicus Šilhavý, 1944
Mazedonische Krabbenspinne
Xysticus-macedonicus Alpen-Monesi 14-09 01-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Xysticus (Echte Krabbenspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:031978
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[D] Deutschlandss??=D
[D] Bayern R
[D] Bayern Av/A R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 7.8 mm, Männchen 4.2 bis 6.1 mm (Jantscher 2001).

Habituell extrem variabel und ähnlich zu Xysticus cristatus und Xysticus audax.

Weibchen

Vulva mit fehlender Schlaufe der Kopulationsgänge direkt hinter den Spermatheken (cf. Xysticus brevidentatus) (Jantscher 2003).

Männchen

Pedipalpus mit kurzem Tutaculum und typischem Embolus, dessen Spitze federartig erweitert und gedreht ist (Jantscher 2001).

Ähnliche Arten

Leicht mit anderen Mitgliedern der Xysticus cristatus-Gruppe zu verwechseln, besonders mit den weitverbreiteten X. audax und Xysticus cristatus (Jantscher 2001). Bei weiblichen Exemplaren sollte die Vulva extrahiert werden, insbesondere, um sie sicher von Xysticus brevidentatus zu trennen (Jantscher 2003)

Lebensraum

Gebirgsart. Kommt in den Alpen, an der Nordgrenze ihres Verbreitungsgebiets, zwischen 1650 und 2160 m vor. Bisherige Funde lassen eine epigäische Lebensweise vermuten. (Muster 2000) In Kalabrien im Apennin auf 806 bis 1700 m nachgewiesen (IJland & van Helsdingen 2019) (Bauer et al. 2020).

Verbreitung

Deutschland, Schweiz, Italien, Österreich, Griechenland, Nord-Mazedonien, Albanien und Türkei (World Spider Catalog 2020). Die bisherige disjunkte Nachweislage der Art ist unter Umständen ein Artefakt fehlender Sammelaktivitäten auf dem Balkan, könnte aber auch eine parapatrische Verbreitung von Xysticus macedonicus und X. brevidentatus darstellen. Letztere ist bisher in Regionen nachgewiesen, aus denen keine Nachweise ersterer Art vorliegen. (Bauer et al. 2020)

In weiten Teilen der aktuell bekannten Verbreitung liegen die Erstnachweise erst wenige Jahre zurück. Wahrscheinlich wurde die Art früher oftmals mit nahe verwandten Arten verwechselt (Jantscher 2001). So erfolgte beispielsweise der Erstnachweis für die Schweiz im Jahr 2000 (Hänggi 2003), für Deutschland 1997 (Muster 2000) sowie in Italien 2017 (IJland & van Helsdingen 2019).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise