Spiracme striatipes

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Spiracme striatipes (L. Koch, 1870)
Streifbeinige Krabbenspinne
Xysticus-striatipes Oranienburg-3245 10-09 03.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Spiracme (Langbeinkrabbenspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2020)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ _ _ start X end _ _
_ _ _ _ _ _ _ start X end _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:032082
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien VU
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh<?=V
[D] Berlinmh(<)=*
[D] Brandenburg 3
[D] Baden-Württemberg 2
[D] Bayern 2
[D] Bayern SL 2
[D] Bayern T/S 2
[D] Mecklenburg-Vorp.s== G
[D] Niedersachsen 1
[D] Niedersachsen (T) 1
[D] Sachsen 3
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
[SK] Slowakei R*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Xysticus perogaster
  • Xysticus striatipes

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 7,1 bis 7,8 mm, Männchen: 4,6 bis 5,8 mm (Jantscher 2001).

Spiracme striatipes ist relativ leicht habituell von ähnlichen Arten der Gattung Xysticus zu unterscheiden. Das Prosoma ist sehr hell mit klar begrenzten dunklen Seiten und unscheinbarem beziehungsweise fehlendem Kopfdreieck. In der Mitte des Prosomas zeichnet sich nur ein schmaler, etwas dunklerer Strich ab. Das Opisthosoma trägt im bräunlichem Folium ein breites, helleres gelbbraunes Mittelband. In dessen Mitte befindet sich ein schmaler, weißlicher Längsstrich. Die Beine sind wie das Prosoma sehr hell gelblich gefärbt und tragen (alle) kräftige dunkle Längsstreifen. Das 1. Beinpaar trägt zusätzlich jeweils drei dunkle Flecken in der Mitte der Femora. (siehe Bilder)

Weibchen

Epigyne mit breitem, scapusartigen Vorbau über den beiden Epigynengrupen (siehe Bilder).

Männchen

Habitus: langbeiniger und insgesamt etwas dunkler. Pedipalpus unverwechselbar durch den schraubig gedrehten Embolus (Jantscher 2001).

Lebensraum

Offene, sandige Gebiete, dort auf niedriger Vegetation (Roberts 1998).

Verbreitung

Von Europa über Zentralasien und China (World Spider Catalog 2020). Wie bei vielen Krabbenspinnenarten sollten Nachweise aus den östlichen Regionen dringend überprüft werden, da es sich hier eventuell um Verwechslungen mit nahverwandten Schwesterarten handelt (wie z.B. bei Xysticus lineatus). Koch (1870) nennt das erste ihm bekannte Exemplar aus der Nähe von Regensburg (Deutschland), weitere u.a. aus dem ehemaligen Galizien (Koch 1870).

In Deutschland nur regional (im Rheintal in der Mitte und v.a. im östlichen Tiefland) und relativ selten nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensweise

Spiracme striatipes hat eine für Krabbenspinnen ungewöhnlich späte Reifezeit im Spätsommer/Herbst (Roberts 1998).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise