Pellenes tripunctatus

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Pellenes tripunctatus (Walckenaer, 1802)
Kreuzspringspinne
Tripunctatus Ettersberg 03-2007 01.jpg
subadultes Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Pellenes
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ start X X end _ _ _ _ _
_ _ _ start X X end _ _ _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:035317
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten G
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien NT
[D] Deutschlandh<?=*
[D] Berlinmh<<?=3
[D] Brandenburg 3
[D] Baden-Württemberg 3
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] Mecklenburg-Vorp.s== G
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (H) 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] Nordrhein-Westfalenmh<(↓)=V
[D] Schleswig-Holsteins==-DV
[D] Sachsen 3
[GB] Großbritannien EN
[NO] Norwegen DD
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Attus crucigerus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6 bis 6,5 mm, Männchen 4 bis 5 mm (Roberts M. J. 1995). Siehe auch aktuelle Messungen unter Pellenes tripunctatus/Daten

Weibchen

Prosoma dorsal schmutzig braun, Flanken dicht mit weißen Haaren besetzt. Clypeus weiß. Chelizeren dunkel rotbraun bis schwarzbraun, Pedipalpen weiß behaart. Kopfplatte mit langen, abstehenden Haaren.

Die Flanken des Opisthosomas sind hell behaart. Dorsal auf dem schwarzbraunen, im vorderen Bereich oftmals braunen Hinterkörper befindet sich ein grauer bis weißer Längsstreifen, der im hinteren Teil von einem Querstreifen gekreuzt wird. Der Querstreifen kann undeutlich ausfallen oder in Einzelfällen auch ganz fehlen. Dahinter ist der Längsstreifen oftmals aufgelöst und zerfällt in einzelne helle Punkte. Der gesamte hintere Bereich des Opisthosomas ist meistens dunkler gefärbt.

Die Beine sind dunkelbraun und mit hellen und dunklen Haaren besetzt.

Männchen

Das Männchen hat eine ähnliche, häufig dunklere Grundfärbung. Allerdings fehlt bei ihm regelmäßig der weiße Querstrich auf dem Hinterleib.

Das Gesichtsfeld um die Frontalaugen besitzt eine auffällige, scharlachrote Behaarung und darunter einen schmalen, weißen Querstrich. Die Patella und Tibia der Pedipalpen sind zudem weiß behaart, der Rest ist schwarz.

Reife Tiere sind im Sommer zu finden (Roberts M. J. 1995).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2017).

Lebensraum

Sonnige Gebiete mit sandigem oder steinigem Untergrund und niedriger Vegetation. (Nentwig W. et al. 2012) Auch auf Sandheiden. (Bellmann H. 2001)

Lebensweise

Auch diese Art überwintert, ähnlich wie Pellenes nigrociliatus, in leeren Schneckenhäusern oder mit Spinnfäden aufgerollten Blättern. Darin findet im Sommer auch die Eiablage statt. Das Weibchen bewacht das Gelege anschließend. (Bellmann H. 2001)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-09-22, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise