Opiliones

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Version vom 10. November 2009, 21:08 Uhr von Katja Duske (Diskussion | Beiträge) (Verbreitung Sironidae it)
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Opiliones Sundevall, 1833
Weberknechte
Phalangium opilio W 7-5049.jpg
Phalangium opilio, Weibchen
Systematik
Klasse: Arachnida (Spinnentiere)

Anatomie der Weberknechte

Die Ordnung Arachnida:Opiliones zeichnet sich im wichtigsten Merkmal dadurch aus, dass das Prosoma (Cephalothorax, Vorderkörper) in voller Breite an das Opisthosoma (Hinterleib) ansetzt. Das Opisthosoma ist dabei immer erkennbar gegliedert, das Prosoma dagegen nicht in allen Formen. (Martens J. 1978)

Wie auch bei den Spinnen (siehe Anatomie von Spinnen) setzen an das Prosoma paarweise Pedipalpen und Chelizeren, sowie vier Paar Laufbeine an. (Martens J. 1978)

Weberknechte besitzen ein Paar Linsenaugen, die in der Regel auf einem gemeinsamen Augenhügel auf dem Prosoma liegen. Sie sind seitlich oder seitlich leicht nach vorn gerichtet ausgerichtet. Die Augen stehen bei einigen Arten weit von einander entfernt. (Martens J. 1978)

An den Vorderecken des Prosomas verfügen die Opiliones über ein Paar sackförmige Stinkdrüsen, welche vermutlich zur Feindesabwehr dienen. Von einheimischen Phalangiiden ist bekannt, dass diese, wenn man sie angreift, gelegentlich (keinesfalls regelmäßig) Gestank verströmen. Fehler! Referenz name='kaestner' kann nicht zugeordnet werden.

→ siehe auch Hauptartikel Anatomie der Weberknechte

Habitus

Opiliones (Kanker) treten weltweit in vier Habitustypen auf:

  1. Klein, eiförmig, milbenartig. Beine ungefähr Körperlänge.
  2. Flachgedrückt, Beine 1½ Körperlänge.
  3. Sehr langbeinig, hartchitiniert.
  4. Meist weichhäutig, langbeinig.

Die deutsche Kankerfauna ist vor allem durch den vierten Typus geprägt. (Kaestner A. 1956)

Die meisten Kanker sind grau, bräunlich oder schwarz gefärbt. In den Tropen gibt es jedoch auch Arten mit grellen Zeichnungen. (Kaestner A. 1956)

Die Chelizeren sind verhältnismäßig lang, dreigliedrig und am Ende als Schere ausgebildet. Die Pedipalpen sind stets kürzer als die Laufbeine. (Kaestner A. 1956)

Bei allen langbeinigen Arten ist der Tarsus in sehr zahlreiche sekundäre kurze Glieder zerlegt. Deren Anzahl beläuft sich bei unseren häufigen einheimischen Arten Phalangium opilio und Opilio parietinus am 2. Beinpaar ungefähr auf 50 Glieder und kann bei Exoten 100 übersteigen. (Kaestner A. 1956)

Familienspektrum

In Mittel- und Nordeuropa ist das Vorkommen von 9 Familien bekannt: (Blick T. & C. Komposch 2004) (Stoch F. 2003) (Hillyard P. 2001)

Name DE NL BE CH AT CZ SK PL DK NO SE FI HU SI GB IE IT IT82 FR FRH ES PT
Sironidae         ×   × ×           × ? ? × ? ? ? ? ?
Travuniidae         ×                   ? ? ? ? ? ? ? ?
Cladonychiidae ×       ×   ×           × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Nemastomatidae × × × × × × × × × × × × × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Dicranolasmatidae         ×   ×           × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Trogulidae × × × × × × × × × × ×   × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Ischyropsalididae × ×   × × × × ×         × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Phalangiidae × × × × × × × × × × × × × × ? ? ? ? ? ? ? ?
Sclerosomatidae × × × × × × × × × × × × × × × ? × ? ? ? ? ?

Quellen