Häufige und charakteristische Weberknechte

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
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Auf dieser Seite werden häufig gefundene sowie leicht nach Fotos identifizierbare Weberknechte (Opiliones) vorgestellt. Sie soll Anfängern und Laien einen schnellen Überblick ermöglichen.


Langbeinige Weberknechte

Mitopus morio

In Mitteleuropa meist in schattigen Wäldern, jedoch auch in vielen anderen Biotopen zu finden. Die Weibchen können leicht mit Phalangium opilio verwechselt werden.


Phalangium opilio

In offenen, hellen Biotopen zu finden. Die Art meidet schattige Wälder. Die Weibchen können leicht mit Mitopus morio verwechselt werden. Die Männchen sind durch auffällige „Hörner“ auf den Cheliceren gekennzeichnet, die aber unterschiedlich lang ausfallen können.


Rilaena triangularis

Im Frühling und Frühsommer in bodennahen Habitaten zu finden. Diese Art ist durch die Sattelzeichnung und den stark bedornten Augenhügel charakterisiert.


Opilio canestrinii

Ab Juli bis in das folgende Frühjahr im Wald und an Hausmauern zu finden. Durch die hellen kommaförmigen Makel auf dem Hinterleib und den hellgerandeten Augenhügel unverwechselbar.


Leiobunum rotundum

In Gärten, Gebüschen, an Waldrändern und Hauswänden. Weibchen durch die trapez- bzw. ankerförmige Zeichnung auf dem Rücken unverwechselbar. Männchen durch den dunklen Augenhügel mit hellem Mittelband von Männchen der Art Leiobunum blackwalli zu trennen (dort: Augenhügel hell mit dunklem Mittelband).


Dicranopalpus ramosus

Invasive Art, die bisher nur im Westen und Norden Deutschlands gefunden wurde. In Wäldern auf Bäumen und Gebüschen, in Städten an Hausmauern. Durch die typische Ruhestellung der Beine und die gegabelten Palpen unverwechselbar. Männchen meist mit dunkler Binde über den Augen (Farbvariation „Zorro“).


Kurzbeinige Weberknechte

Oligolophus tridens

Unter Holz, in niedriger Vegetation in Wäldern und Gärten, an offenen, feuchten Orten. Durch den „Dreizack“ vor dem Augenhügel sicher zu bestimmen und von Lacinius ephippiatus abzugrenzen.


Nemastoma lugubre

Sehr klein und schwarz mit zwei silbrigen Flecken. Im Wald unter Totholz und Steinen. Die Art ist nur schwer von den anderen Arten der Gattung wie z.B. Nemastoma bimaculatum zu unterscheiden.


Paranemastoma quadripunctatum

Mittelgroß, schwarz, mit vier silbrigen Flecken. Meist in Wäldern in der Streuschicht und unter Totholz zu finden.