Gluvia dorsalis

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Gluvia dorsalis (Latreille, 1817)
Gluvia-dorsalis John-Osmani.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Solifugae (Walzenspinnen)
Familie: Daesiidae
Gattung: Gluvia
Reifezeit (Hrušková-Martišová et al. 2010)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor.

Merkmale

Körperlänge: um 15 mm (Bellmann 2010).

Das Prosoma ist rötlich braun, die mächtigen, scherenartigen Chelizeren distal dunkel. Das 11-gliedrige Opisthosoma ist glänzend dunkelbraun bis schwarz. Auf der gesamten Körperoberfläche sitzen lange, abstehende Borsten. Die Beine sind einfarbig braun. Die Pedipalpen sind stark vergrößert, länger als die ersten beiden Beinpaare und distal ebenfalls dunkler werdend.

Die Männchen sind ingesamt kleiner und schmaler gebaut. Auf sklerotisierten Teilen des Prosomas und der Chelizeren findet man eine wesentlich dichtere Beborstung als bei den Weibchen. Die Malleoli sind zudem breiter. (Hrušková-Martišová et al. 2010)

Verbreitung

In Europa nur auf der Iberischen Halbinsel (Hrušková-Martišová et al. 2010).

Lebensraum

Trockene, offene Flächen mit Grasbewuchs und niedriger Vegetation. Wesentlich seltener in Wäldern (Hrušková-Martišová et al. 2010).

Lebensweise

Beutefang

Die Tiere sind strikt nachaktiv. Auf der Suche nach Nahrung läuft Gluvia dorsalis schnell umher und wechselt oft ruckartig die Richtung. Dabei werden die Pedipalpen und das erste Beinpaar nach vorne ausgestreckt. Sobald das Tier auf Beute trifft, wird diese mit den ausstülpbaren Haftblasen an den Pedipalpen gegriffen und mit den Chelizeren zermalmt. In der Natur scheinen kleinere Ameisen und Asseln einen großen Teil der Nahrung auszumachen. Bei Verfügbarkeit wird aber auch eine ganze Reihe weiterer Tiere erbeutet, allerdings meidet Gluvia dorsalis bestimmte Gliederfüßer mit Wehrdrüsen, wie z. B. Tausendfüßer. (Hrušková-Martišová et al. 2010)

Fortpflanzung

Das Weibchen legt etwa 11 Tage nach der Paarung bis zu 167 Eier und stirbt wenige Tage danach. Der Entwicklungszyklus ist wahrscheinlich zweijährig. (Hrušková-Martišová et al. 2010)

Quellen

Quellen der Nachweise