Ceratinella brevis

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Ceratinella brevis (Wider, 1834)
Schwarzes Schildspinnchen
Ceratinella brevis female 2-600.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Ceratinella (Schildspinnchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009839
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone brevis

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,8 bis 2,2 mm, Männchen 1,8 bis 2 mm (Roberts 1993).

Prosoma: Längenklasse 0,6–0,8 mm, unauffällig. Augen: HAR prokurv, VMA deutlich kleiner als Seitenaugen. Chelizeren: Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine: Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas. Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ. Lage des Tm Ⅰ in Klassen: 0,40–0,49 mm. Metatarsus Ⅳ dorsal mit Trichobothrium. Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste, Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma mit Scutum. (Stäubli 2013)

Weibchen

Prosoma: Längenklasse 0,8–1,0 mm. Pedipalpen: Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Beine: Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 1-1-1-1. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, flach, Vulvenstrukturen (z. Bsp. Rezeptacula) deutlich durchscheinend. (Stäubli 2013)

Männchen

Kopfregion unauffällig. Pedipalpen: Femur und Patella unauffällig, Tibia mit einfacher Apophyse. Cymbium: Rand unregelmäßig, mit Einbuchtungen/Ausbuchtungen, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus geschwungen, ohne Lamella characteristica. Beine: Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 0-0-0-0. (Stäubli 2013)

Ähnliche Arten

Das Weibchen von Troxochrus scabriculus besitzt eine sehr ähnliche Epigyne, die Art kommt aber im Gegensatz zu Ceratinella brevis nicht mit Scutum vor.

Lebensraum

Ceratinella brevis ist sehr euryök in Bezug auf Feuchtigkeit, Belichtung und Art der Bo­dendecke: Sie kommt sowohl in Moos wie in moosfreiem Wald wie auch in Wiesen oder trockeneren Mooren vor. Sehr dunkle Typen von Wald und ganz nasse Moore scheinen aber gemieden zu werden. (Palmgren 1976) Eine Art der lichten feuchten Wälder, besonders im Birkenbruch und Hochmoor mit Birkenbewuchs, sowie feuchten Wäldern, in Knicks und Heiden seltener. Vereinzelt in Dünen und Halbtrockenrasen, sowie extensiv bewirtschaftetem Grünland, Straßenrand und Ufern. Hemiskotophil, hemihygrophil. (Reinke & Irmler 1994) In alpinen Lärchenwäldern (Rief & Ballini 2017).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Bosmans et al. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise und Checklisten