Berlandina cinerea

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Berlandina cinerea (Menge, 1872)
Steppenplattbauchspinne
Cinerea Gimritz 05-2007 02.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Berlandina (Steppenplattbauchspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:026684
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlands<<?=2
[D] Berlinex 0
[D] Brandenburg 2
[D] Mecklenburg-Vorp.?== D
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] Sachsen-Anhalt 1
[SK] Slowakei V*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6 bis 8 mm, Männchen um die 6,5 mm (Grimm 1985).

Gesamteindruck dunkel graubraun. An den Seiten des Prosomas bilden unbehaarte Stellen dunkle Längsbänder (siehe Bilder). Sternum mittelbraun (siehe Ventralbild). Opisthosoma in den hinteren 2/3 mit schmalen dunklen Längsbändern aus länglichen Flecken, die eine blattartige Zeichnung aus zusammenlaufenden Winkelflecken einschließen. Lateral ebenfalls mit dunklen Längsstreifen, die in einzelne Striche zerfallen können (siehe Bilder). Beine: Metatarsus Ⅰ und Ⅱ mit dichten Scopulae, die bis zu den subbasalen Stacheln reichen. Pedipalpus mit breitem Embolus, dieser im distalen Bereich mit zähnchenartiger Oberfläche. Tibialapophyse mit schlanker Form und leicht gebogen. (Grimm 1985)

Weibchen

Epigyne mit tief eingesenkter Grube in Herzform. Eine zentral liegende Fläche hügelartig nach oben gewölbt. (Grimm 1985)

Lebensraum

Trockene und sandige Standorte mit Cladonia-Flechten oder Heidebestand (Grimm 1985). Im südlichen Uralgebiet in verschiedenen Steppentypen (Tuneva & Esyunin 2001).

Verbreitung

Von Europa bis Kasachstan und im Iran (World Spider Catalog 2016).

In Deutschland nur selten gefunden. Bisher nur im östlichen Norddeutschland nachgewiesen (südlichster Fundort bei Bad Frankenhausen an der Nordgrenze Thüringens) (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensweise

Tagaktive Art. Berlandina cinerea jagt bei sonnigem Wetter zwischen Flechten an offenen Bodenstellen, oder man findet sie unter den überhängenden Randästen von Heidekraut (Eigene Beobachtungen Grabolle).

In Fütterungsexperimenten nimmt Berlandina cinerea verschiedene Beutetierarten an. Die Beute wird nicht direkt gebissen, sondern durch Überlaufen oder schnelles Umkreisen am Untergrund festgesponnen. Oft sitzt die Spinne zum Schluss über der Beute und beißt sie in eine der Antennen oder Gliedmaßen, während sie sie mit pendelnden Bewegungen des Hinterleibs weiter einspinnt. (Eigene Beobachtungen Grabolle)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise und Checklisten