Agyneta conigera

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Agyneta conigera (O. P.-Cambridge, 1863)
Agyneta-conigera Rennsteig-5330 10-07 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Agyneta
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start X X X X end _ _
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009357
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlinss===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.s== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei V*
Synonyme
  • Microneta conigera

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,9–2,1 mm (Wiehle H. 1956).

Prosoma: Rückenlinie vor dem Kopfteil deutlich nach unten gesenkt, so dass der Kopf mit der Augenregion hervorgehoben ist und eine Aushöhlung des Clypeus entsteht. An den Chelizeren nur der distale Zahn des vorderen Randes gut entwickelt, der proximale und der des hinteren Klauenfurchenrandes nur angedeutet. Sternum dunkelbraun mit schwarzem Anflug. Ränder dunkler. Gnathocoxen so dunkel wie das Sternum, Unterlippe dunkler. Beine lebhaft gelbbraun. Auch hier Tibien und Metatarsen schwärzlich verdunkelt, allerdings weniger deutlich. Borsten auf Patella und Tibia kürzer als der Durchmesser der Glieder, aber verhältnismäßig kräftig. Becherhaar auf dem Metatarsus fast genau am Ende des zweiten Drittels. Hinterleib schwärz­lich gefärbt. (Wiehle H. 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts M. J. 1993).

Weibchen

Die rotbraune Epigyne nimmt fast die ganze Breite des Epigasters ein (Wiehle H. 1956).

Lebensraum

Agyneta conigera wird in Moos- und Laubschicht von mäßig feuchten Wäldern bis 1300 NN gefunden (Nentwig W. et al. 2015). In niedriger Vegetation und der Streu der Wälder (Schaefer M. 1972). Euryöke Art, welche besonders am Waldrand oder im Knick vorkommt, sie wurde aber auch im Hochmoor, in Birkenbruch, in Heiden, auf Äckern und im Grünland gefunden; sie scheint sandige Böden zu meiden; hemiphotophil, hemihygrophil (Reinke H. D. & U. Irmler 1994). In alpinen Zirbelwäldern (Rief A & Ballini S 2017).

Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Typische Nachweismethode: Bodenfalle (Lemke M. 2014).

Verbreitung

Agyneta conigera ist paläarktisch verbreitet und wurde im Kongo gefunden (World Spider Catalog Association 2015). In Deutschland weit verbreitet (Staudt A. 2008).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise und Checklisten